In der Gemeinde hat künftig eine neue Gruppierung den Hut auf. Volkan Mertkan von der Unabhängigen Liste Weihenzell (ULW) gewann die Wahl für sich. Das hohe Ergebnis von 67,1 Prozent kam etwas überraschend – für beide Parteien.
„Das ist ein Beweis unserer Arbeit”, sagte Mertkan im Gespräch mit der FLZ am Sonntagabend. Es sei ein bedeutsamer Wahlkampf für seine Gruppierung gewesen, wie er betonte. Mit einer Bürgerumfrage und Veranstaltungen suchten sie die Nähe zu der Bevölkerung. „Wir haben sehr viel gemacht”, findet der 37-Jährige.
Wie auch sein Kontrahent Wolfgang Ringel (CSU) hat Mertkan sich den Sieg erhofft. „Natürlich habe ich nicht damit gerechnet, in der Höhe.” Für Mertkan steht jetzt erst einmal Durchschnaufen und ein Urlaub mit der Familie an, wie er erzählte. Die Zeit bis zum 1. Mai wolle er dafür nutzen, „um sich gut in die Geschäfte der Kommune einzuarbeiten”.
Dem Kandidaten der CSU zollt der künftige Bürgermeister bei dem Telefonat mit der Redaktion mehrfach seinen „höchsten Respekt”. Für Wolfgang Ringel sei das Ergebnis der Wahl ernüchternd. „Das ist schade, aber die Wähler haben gesprochen.” Der 57-Jährige müsse es erst einmal sacken lassen. „Wenn überhaupt habe ich gedacht, dass es knapp wird”, sagte er.
Die ULW wird künftig die gestalterische Mehrheit im Gemeinderat haben. „Das ist ein toller Erfolg für ihn”, sagte Ringel über den Wahlsieger. Sein Platz im Gemeinderat bleibt dem CSU-Mann erhalten. Mit der hohen Wahlbeteiligung von 79 Prozent habe Ringel gerechnet.
Bei der Wahl um den Gemeinderat erhielt die ULW 7 Sitze. Nach der Anzahl der Stimmen würden Volkan Mertkan, Petra Fränzel, Christina Göttler, Hans Hecht, Andreas Anderle, Richard Schwab und Jan Vink einziehen. Vier Sitze wird die CSU mit Jürgen Popp, Wolfgang Ringel, Anja Hecht und Martin Lechner belegen. Von der Freien Wählergemeinschaft-Umland (3 Plätze) erhielten Alfred Deindörfer, Wolfgang Popp und Doris Schienagel die meisten Stimmen.