Künstlerkreis macht eine Woche lang Mal-Urlaub in Dinkelsbühl | FLZ.de

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Veröffentlicht am 11.09.2025 13:00

Künstlerkreis macht eine Woche lang Mal-Urlaub in Dinkelsbühl

Fünf Frauen auf Mal-Urlaub in Dinkelsbühl (von links): Gaby Rühling, Brigitte Moucha, Petra Rackow, Edith Schäfer und Ute Hafen vor dem Atelier von Art + Farbe im Alten Bauhof in Dinkelsbühl. (Foto: Jasmin Kiendl )
Fünf Frauen auf Mal-Urlaub in Dinkelsbühl (von links): Gaby Rühling, Brigitte Moucha, Petra Rackow, Edith Schäfer und Ute Hafen vor dem Atelier von Art + Farbe im Alten Bauhof in Dinkelsbühl. (Foto: Jasmin Kiendl )
Fünf Frauen auf Mal-Urlaub in Dinkelsbühl (von links): Gaby Rühling, Brigitte Moucha, Petra Rackow, Edith Schäfer und Ute Hafen vor dem Atelier von Art + Farbe im Alten Bauhof in Dinkelsbühl. (Foto: Jasmin Kiendl )

Für Gaby Rühling ist es seit über 30 Jahren ein fester Termin. Immer am Ende der Sommerferien kommt sie eine Woche nach Dinkelsbühl und hält einen Malkurs ab. Für sie ist das Urlaub, sagt sie. Ein Mal-Urlaub.

Die passionierte Künstlerin aus dem hohenlohischen Gerabronn, die eng mit der Dinkelsbühler Familie Neuhäuser vom Hotel „Weißes Roß” verbunden ist, umgibt sich mit Gleichgesinnten. Inzwischen ist eine mehr oder weniger feste Gruppe entstanden. Neuzugänge müssten dazu passen, betont Gaby Rühling. Schließlich werde eine Woche jeder Tag zusammen verbracht.

Vier Frauen sind in die Stadt an der Wörnitz gereist

Dieses Mal sind vier Frauen in die Stadt an der Wörnitz gereist, die Autos vollgepackt mit Malutensilien. Brigitte Moucha aus Bad Mergentheim und Ute Hafen aus Künzelsau waren schon des Öfteren bei dem Dinkelsbühler Malkurs dabei. Eine „Premiere” hingegen ist es für Edith Schäfer aus Krautheim und Petra Rackow. Letztere ist in der Nähe von Rostock beheimatet. Gaby Rühling und sie haben sich im November 2024 in Bad Reichenhall kennengelernt, erzählt Petra Rackow. „Seitdem sind wir in Kontakt geblieben.”

Gemietet hat die Gruppe das Atelier der Künstlergruppe Art + Farbe im Alten Bauhof mit seinem idyllischen Innenhof. „Hier sind wir mittendrin”, sagt Gaby Rühling mit Blick auf die Lage ihrer Wirkungsstätte auf Zeit. Deren Atmosphäre sei besonders und inspirierend.

Vorgaben gibt es in dem Kurs keine – weder thematisch noch stilistisch. Jede kann ihrer Kreativität freien Lauf lassen, sich malerisch ausleben und verwirklichen. Wenn sie gefragt werde, gebe sie Tipps und versuche, zu unterstützen, erklärt Gaby Rühling, die an der Volkshochschule unterrichtet und eigene Kurse organisiert. Sie lobt die Harmonie in der Gruppe. Da alle dem gleichen Hobby frönen, sei das Einvernehmen groß. Die Frauen tauschen sich aus, ermuntern und ermutigen sich gegenseitig. „Das ist wirklich toll”, sind sich alle einig.

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Acryl, Aquarelle und Collagen

Werke in Acryl, Aquarelle, Collagen: Die Malerinnen sind vielseitig unterwegs, schätzen es, sich in der Runde ausprobieren zu können. Es sei wichtig, offenzubleiben, betonen sie. Man könne immer noch dazu lernen und sich weiterentwickeln.

An dem geöffneten Tor des Ateliers hängen Bilder, weitere lehnen an der Fassade oder schmücken die Gartenzäune. Die meist verfremdeten Stadtansichten, die Blumenmotive oder abstrakte Arbeiten ziehen die Blicke der zahlreichen Passantinnen und Passanten auf sich. Da entwickeln sich zur Freude der Gruppe Gespräche – mit Personen, die an Malerei interessiert sind oder damit so gar nichts am Hut haben.

In dieser Woche malt jede Teilnehmerin im Schnitt zehn Bilder, die sie dann mit nach Hause nimmt. Was passiert mit all diesen Werken? Auf die Frage folgt lautes Gelächter. „Lagern”, meint Ute Hafen lapidar. Die Arbeiten werden aber auch bei Ausstellungen gezeigt. Einigkeit herrscht darüber, dass es schwierig ist, Bilder zu verschenken. Denn die Beschenkten hätten oft keinen Bezug dazu und könnten daher wenig damit anfangen.

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