Objekte von Künstlern aus der ganzen Welt: Erster Kunstautomat in Feuchtwangen | FLZ.de

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Veröffentlicht am 20.04.2026 16:27

Objekte von Künstlern aus der ganzen Welt: Erster Kunstautomat in Feuchtwangen

Bei der Einweihung des Objektes zog Olivia Otto (Zweite von links) von den „Renetten“ im Beisein ihrer Mutter, Gästen sowie des Vereinsvorsitzenden Reiner Schöbel (rechts) und Nancy Müller (Zweite von rechts) die erste „Wundertüte“. (Foto: Erich Herrmann)
Bei der Einweihung des Objektes zog Olivia Otto (Zweite von links) von den „Renetten“ im Beisein ihrer Mutter, Gästen sowie des Vereinsvorsitzenden Reiner Schöbel (rechts) und Nancy Müller (Zweite von rechts) die erste „Wundertüte“. (Foto: Erich Herrmann)
Bei der Einweihung des Objektes zog Olivia Otto (Zweite von links) von den „Renetten“ im Beisein ihrer Mutter, Gästen sowie des Vereinsvorsitzenden Reiner Schöbel (rechts) und Nancy Müller (Zweite von rechts) die erste „Wundertüte“. (Foto: Erich Herrmann)

Der Obst- und Gartenbauverein Feuchtwangen hat jetzt im Rahmen seiner traditionellen Pflanztauschbörse am Vereinsdomizil in Aichenzell einen Kunstautomaten installiert und eingeweiht.

Die erste „Wundertüte“ durfte dabei die elfjährige Olivia Otto von der Kinder- und Jugendgruppe „Renetten“ ziehen. In der Schachtel befand sich eine künstlerisch gestaltete Friedenstaube.

Bei dem Projekt handele es sich um einen alten, ausgedienten Zigarettenautomaten der künstlerisch gestaltet wurde und statt Zigarettenschachteln mit kleinen Kunstgegenständen befüllt sei, erklärte die zweite Vorsitzende und Jugendleiterin Nancy Müller bei der Präsentation des Objektes.

Innovation am Rande der Presse

Die Aktion „Kunst aus den Automaten“ würde eine innovative Art darstellen, damit die Vereinsmitglieder und Gäste der Mosterei dort nicht nur ihr Obst zum Pressen vorbeibringen können, sondern sie auch mit Kunst in Berührung kämen, sagte der Vorsitzende Reiner Schöbel.

Zunächst sei der ausgediente Zigarettenautomat von Künstlerinnen und Künstlern der in Jena beheimateten Agentur von Lars Kaiser, Jeanne Kaiserin und Andreas Petzke, nach den Vorgaben des Feuchtwanger Obst- und Gartenbauvereins bemalt und aufgestellt worden. Auf dem Automaten – dieser bilde einen Blickfang an der Frontseite der Mosterei – sind nun Saftflaschen, unterschiedliche Äpfel, aber auch etliche Gemüsesorten zu entdecken.

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500 handsignierte Objekte aus der ganzen Welt

Die jeweiligen sechs Fächer wurden dann vor Ort mit kleinen Schachteln – diese enthalten Gegenstände – befüllt, die von regionalen und überregionalen Künstlern, aber auch von Buben und Mädchen der Jugendgruppe „Renetten“, gestaltet wurden. Gegen einen Obolus von vier Euro könne man sich nun eine sogenannte „Wundertüte“ aus den Automaten ziehen.

Zwischen zwölf und 15 Kinder und Jugendliche der „Renetten” haben unter der Leitung von Nancy Müller über mehrere Wochen lang gebastelt und gemalt und ihre kleinen Werke in die jeweiligen Behältnisse – diese haben die Größe einer Zigarettenschachtel – verpackt. Entstanden sind dabei fantasievolle Buch- und Lesezeichen, lustige Kärtchen, aber auch kreierte Dinge aus Naturmaterialien.

Darüber hinaus befinden sich Objekte von rund 500 Künstlern aus Deutschland und fünf weiteren Ländern in den Automaten. Diese sind von den Künstlern handsigniert und mit der jeweiligen Vita bedacht.

Kommunikation ohne Umwege

Das Ziel der Aktion sei, eine direkte Kunstkommunikation zwischen Künstler und Kunstkäufer herzustellen, ohne Umwege über Galerien, Museen, Ausstellungen oder dritte Personen, wurde verlautbart. Zusätzlich sei es ein Ziel, Kunst rund um die Uhr für 24 Stunden im öffentlichen Raum zu integrieren, zu nutzen und erreichbar zu machen.

„Wir sind sehr stolz, dass wir einen Kunstautomaten in Feuchtwangen installieren und diesen auch mit unseren eigenen Werken bestücken konnten”, hob Nancy Müller hervor. Der nächstgelegene von insgesamt 250 Automaten steht in Dinkelsbühl und wird im dortigen Spitalhof von den Kunst-O-Nauten betrieben.

Bei der Premiere in Aichenzell freute sich auch Olivia Otto von den „Renetten“ zusammen mit ihrer Mutter und Großmutter über das innovative Angebot. Sie hat auch eigene Werke für den Automaten gestaltet und dazu Kleeblätter gepresst und Stickers bemalt. Es sei nun zu hoffen, dass viele Schachteln gezogen werden und der Kunstautomat angenommen werde, betonte Reiner Schöbel.

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