In Ansbach ist der Bau für die Jugendarbeit am Zeilberg fertig | FLZ.de

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Veröffentlicht am 15.08.2024 09:00

In Ansbach ist der Bau für die Jugendarbeit am Zeilberg fertig

Oberbürgermeister Thomas Deffner (vorne rechts) würdigte bei der Übergabe des neuen Gebäudes am Waldspielplatz den Stadtjugendring. Dessen Vorsitzende Sophia Sauerhöfer (vorne links) blickte auf die Zustände am Zeilberg vor dem Neubau zurück. (Foto: Oliver Herbst)
Oberbürgermeister Thomas Deffner (vorne rechts) würdigte bei der Übergabe des neuen Gebäudes am Waldspielplatz den Stadtjugendring. Dessen Vorsitzende Sophia Sauerhöfer (vorne links) blickte auf die Zustände am Zeilberg vor dem Neubau zurück. (Foto: Oliver Herbst)
Oberbürgermeister Thomas Deffner (vorne rechts) würdigte bei der Übergabe des neuen Gebäudes am Waldspielplatz den Stadtjugendring. Dessen Vorsitzende Sophia Sauerhöfer (vorne links) blickte auf die Zustände am Zeilberg vor dem Neubau zurück. (Foto: Oliver Herbst)

Über die Verhältnisse im und am Schießhaus am Zeilberg haben viele geklagt. Auch im Oberbürgermeister-Wahlkampf 2020 war das Anliegen ein großes Thema. Das alles ist jetzt Geschichte. Gestern stellte die Stadt den Ersatzbau dem Stadtjugendring Ansbach bereit. Oberbürgermeister Thomas Deffner sagte, was dieser bietet.

Bei „Roasted – dem großen Kandidaten-Grillen“ des Stadtjugendrings im Wahlkampf konfrontierte dessen Vorsitzende Sophia Sauerhöfer vor über vier Jahren die damalige OB Carda Seidel mit den „Zuständen“ am Waldspielplatz.

Am Mittwoch bekam die Geschichte ihr Happy End. „Da ist etwas wirklich Tolles entstanden“, fand am Nachmittag ein erleichterter Thomas Deffner, als es darum ging, den Ersatzbau für das Schießhaus einzuweihen. Er übergab das lange ersehnte, fertige Gebäude an den Stadtjugendring als Mieter.

Dies geschieht „zeitgerecht zur Kinderzeltstadt“, eine wichtige Veranstaltung der Kinderbetreuung, wie er schilderte. Die braucht den Bau auch, denn am Montag, 19. August, geht die legendäre Ferienveranstaltung los. „Man kann sich auch mal bei schlechtem Wetter gut darin aufhalten“, meinte Deffner.

Der straffe Zeitplan auf der Baustelle

Als Schwierigkeiten bezeichnete der Rathauschef bei seinem Blick in die Vorgeschichte „zunehmend, dass durch Corona und jetzt auch durch den Ukraine-Krieg die Haushaltslage der Stadt dann immer schlechter und schlechter wurde“. Der Stadtrat aber sei immer einhellig dahintergestanden. Zur Verwaltung habe er stets gesagt: „Das müsst ihr machen“, ganz egal welche Aufgaben für die Kommune noch bestünden.

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Der Zeitplan auf der Baustelle sei straff gewesen, machte er deutlich. Die Abbrucharbeiten am Vorgängerhaus starteten laut Thomas Deffners Worten im April. Dann seien im Mai die „Bauarbeiten mit Gründung und Bodenplatte“ losgegangen.

Daraufhin hätten die Zimmerer damit begonnen, die vorgefertigte Holzkonstruktion aufzubauen. Im Vorfeld habe man in einer Interessenbekundung 2021 einen Objektplaner gesucht. Das Ziel war, – ergebnisoffen – mehrere Varianten anzusehen, wie der OB informierte.

Ein multifunktionaler Saal und eine Küche

Mit diesen Ergebnissen beauftragte die Kommune 2023 gemäß seinen Angaben das Büro Architekten Domscheit & Siegordner, das planen sollte. Die Stadt „hat hier kräftig investiert“, stellte Deffner fest. Die Kosten des Gebäudes bezifferte er mit etwa 650.000 Euro.

Es sei 186 Quadratmeter groß. Konzipiert sei es nicht dafür, es das ganze Jahr über zu nutzen, aber es sei barrierefrei. Um das Gebäude ganzjährig zu verwenden, hätte man den Bebauungsplan ändern müssen. Nun hat es also keine Heizung. Der Bau bietet nach Angaben des Oberbürgermeisters jedoch einen multifunktionalen Saal mit 81 Quadratmetern Nutzfläche, eine Küche, eine Garderobe und Toiletten.

Ausdrücklich würdigte er den Stadtjugendring, der ebenfalls seinen Beitrag leiste. Er wies dabei auf die Küche und die Inneneinrichtung hin – im Wert von wohl 60.000 bis etwa 80.000 Euro. „Sie sind für uns ein ganz, ganz wichtiger Partner in der Jugendarbeit.“

Vom Pilzbewuchs und auslaufenden Toiletten

Bei „Roasted“ habe der Stadtjugendring erstmals Bilder aus dem alten Schießhaus veröffentlicht, etwa mit Pilzbewuchs oder auslaufenden Toiletten, blickte die Vorsitzende Sophia Sauerhöfer zurück.

Positives berichtete sie aus der Zeit danach. Von der Verwaltung über den Stadtrat bis hin zum OB: „Wir hatten immer gute Gespräche.“ Im Herbst 2015 wurde sie stellvertretende Vorsitzende, wie sie erzählte. Seitdem habe sich der Stadtjugendring dem Schießhaus verschrieben: „Wir wollen etwas tun, wir brauchen etwas Neues.“

Der Neubau solle ein Haus der Begegnung werden. Jugendarbeit sei immens wichtig für jede Stadt, die wachsen und modern bleiben möchte. Nach ihren Worten lieferte die beauftragte Zimmerei Grauf aus Flachslanden als „Gutsi“ eine Sonnenliege hinzu.

Architekt Harald Domscheit legte ganz poetisch dar: „Wir haben hier eine Schmuckschatulle für die Zukunft.“ Es sei ein Projekt entstanden, das in der Region gewachsen und geblieben sei. Er lobte die Firmen, die hier tätig waren.

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