Rotary Club Ansbach: 13 junge Leute aus aller Welt treffen sich zur Jugendwoche | FLZ.de

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Veröffentlicht am 02.04.2026 15:44

Rotary Club Ansbach: 13 junge Leute aus aller Welt treffen sich zur Jugendwoche

Im Ankit der Hochschule lernten die Teilnehmenden der Rotarier-Jugendwoche auch Roboter-Hund KIdefix kennen. (Foto: Andrea Walke)
Im Ankit der Hochschule lernten die Teilnehmenden der Rotarier-Jugendwoche auch Roboter-Hund KIdefix kennen. (Foto: Andrea Walke)
Im Ankit der Hochschule lernten die Teilnehmenden der Rotarier-Jugendwoche auch Roboter-Hund KIdefix kennen. (Foto: Andrea Walke)

KIdefix bellt nicht, aber er springt umher und macht auch schon mal Männchen. Interessiert beobachten die Jugendlichen den Roboterhund. Im Rahmen der Jugendwoche des Rotary Clubs Ansbach besuchen sie das Ankit, das Forschungs- und Transferzentrum für Künstliche Intelligenz (KI) an der Hochschule.

Dr. Stefan Geißelsöder, Professor für Angewandte KI, und der wissenschaftliche Mitarbeiter Christoph Saad zeigen den jungen Gästen sowie ihren Begleitern Alfred Gehr und Dr. Karl Asamer vom Rotary Club, was mit KI möglich ist. Mutige dürfen den KIdefix – benannt nach Asterix' Hund Idefix – auch selbst steuern. An der Hochschule wird der künstliche Hund unter anderem genutzt, um autonome Navigation zu testen.

Heuer wird ein Jubiläum gefeiert

Zusammengestellt hat das diesjährige Programm der Jugendwoche die Jugenddienstbeauftragte des Clubs, Andrea Eisen-Kemmerling. „Es ist wieder eine sehr bunte und lustige Truppe”, erzählte sie im Gespräch mit der FLZ. 13 junge Menschen zwischen 15 und 18 Jahren sind auf Einladung des Rotary Clubs angereist. Die Jugendwoche findet heuer zum 40. Mal statt und feiert damit ein Jubiläum. „Wir machen das seit 1983”, blickt Eisen-Kemmerling zurück. Nur während der Corona-Zeit fiel das Projekt aus.

„Ich glaube, dass wir zeigen können, wie vielfältig unsere Heimat ist”, freut sich Eisen-Kemmerling. So bekamen die Jugendlichen beispielsweise eine Führung bei Audi in Neckarsulm und stellten in der Schmalzmühle selbst Käse her. Sportlich powerten sie sich beim Handball mit der HG Ansbach aus. Weitere Ausflugsziele waren das Zukunftsmuseum in Nürnberg und das Gustav-Weisskopf-Museum „Pioniere der Lüfte” in Leutershausen. Neu ist in diesem Jahr eine Kooperation mit dem Platen-Gymnasium, für die sich Eisen-Kemmerling eingesetzt hat. Gemeinsam mit Jugendlichen der Schule ging es zum Bowling.

Weil die Gruppe nicht so groß sei, sei relativ schnell viel Nähe zwischen den Jugendlichen entstanden, stellt sie fest. Schon am ersten Abend tanzten sie gemeinsam, spielten Schach oder tauschten Kochrezepte aus. Vertreten sind heuer die Nationen Argentinien, Ukraine, Taiwan, Ungarn, Chile und Australien.

Die 17-jährige Argentinierin Leo Pallotto freut sich, dass sie in Deutschland schon neue Freundschaften geschlossen hat. Juan Francisco Campos Aguilera aus Chile ist ebenfalls 17. Er hat in Deutschland den öffentlichen Nahverkehr schätzen gelernt, wie er erzählt. In Südamerika gibt es zum Beispiel kein flächendeckendes Schienennetz. Pünktlich sein, Regeln und dass die Menschen viel arbeiten, sei für ihn typisch deutsch, verrät er. In seiner Heimat liege der Fokus dagegen auf „Essen, Familien und Partys”.

Bereits seit dem Sommer in Deutschland

Fast alle Jugendlichen sind bereits seit dem Sommer für ein Austauschjahr in Deutschland und wohnen bei Gastfamilien in unterschiedlichen Regionen des Landes. Es sind aber auch fünf Deutsche unter den Teilnehmenden, die ihrerseits schon Zeit im Ausland verbracht haben, beispielsweise über einen von Rotary organisierten Ferien-Austausch. Während der Jugendwoche wohnen sie im Begegnungszentrum Mission Eine Welt in Neuendettelsau und werden von Laura und Lukas Mohr von der Augustana Hochschule betreut.

In den verbleibenden Tagen werden die Jugendlichen unter anderem noch einen Abstecher nach Würzburg unternehmen. Am Samstag geht es dann zurück in die Gastfamilien.


Andrea Walke
Andrea Walke
... ist Redakteurin in der Lokalredaktion Ansbach und seit Dezember 2012 bei der FLZ. Sie fühlt sich in Rathäusern genauso wohl wie in Gerichtssälen und trifft am liebsten Menschen, die eine interessante Geschichte zu erzählen haben. Seit 2017 betreut sie redaktionell die Aktion "FLZ-Leser helfen".
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