Hotel Luis in Dinkelsbühl: Kritische Anfragen zur Gestaltung | FLZ.de

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Veröffentlicht am 27.01.2026 14:06

Hotel Luis in Dinkelsbühl: Kritische Anfragen zur Gestaltung

Das abgebrannte Hotel Luis in der Segringer Straße wird derzeit aus Beton wieder aufgebaut. (Foto: Martina Haas)
Das abgebrannte Hotel Luis in der Segringer Straße wird derzeit aus Beton wieder aufgebaut. (Foto: Martina Haas)
Das abgebrannte Hotel Luis in der Segringer Straße wird derzeit aus Beton wieder aufgebaut. (Foto: Martina Haas)

Der Wiederaufbau des abgebrannten Hotel Luis in der Dinkelsbühler Altstadt ist in vollem Gang. Ein Tagesordnungspunkt im Bauausschuss war eine Anfrage von Stadtrat Holger Göttler (Freie Wähler) zu diesem Projekt.

Göttler hatte seine Anfragen im Vorfeld der Sitzung schriftlich an die Bauverwaltung gestellt. In der Sitzung war auch der Architekt Simpert Hoelzl anwesend.

Konkret ging es um die Altane, die an der rückwärtigen Fassade zum Glockenhof gebaut werden soll. Auch die Gestaltung der Fenster wurde hinterfragt.

Göttler kritisierte, dass die Gestaltung der geplanten Altane die rückwärtige Fassade „überproportional” beansprucht. Die Konstruktion beanspruche zwei Drittel der Breite. Mit dem Bauausschuss sei diese Planung nicht mehr besprochen worden. Architekt Hoelzl erwiderte, dass aufgrund des notwendigen zweiten Fluchtwegs die Altane in dieser Form „immer so vorgestellt” worden sei.

Notleiter in die Altane integriert

In die Altane werde eine Notleiter integriert, fuhr Hoelzl fort. Das sei notwendig, weil die Feuerwehr zum Anleitern nicht in den Glockenhof einfahren könne. Die Leiter werde hinter einer Holzverblendung verborgen.

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Auch die Fenstergestaltung wurde von Göttler hinterfragt. Die entspreche nicht dem ursprünglichen Wunsch des Bauausschusses. „Das ist eine äußerst unbefriedigende Angelegenheit”, konstatierte er. Zu den Fenstern führte der Architekt aus, dass diese in ihrer Ausführung nicht geändert werden könnten.

Das würde die Statik zerstören, erklärte Hoelzl. Das Gebäude sei nämlich ein 3D-Tragmodell, das nicht zerschnitten werden dürfe. Diese Bauweise, so ergänzte OB Hammer, sei erforderlich gewesen, weil der historische Keller erhalten werden musste.

Quadratische Fenster „kein Zufall”

Paul Beitzer hakte nach, ob es „Zufall” gewesen sei, dass die Fenster im Erdgeschoss quadratisch sind. Der Architekt versicherte, dass er sich an den Öffnungen des ursprünglichen Gebäudes orientiert habe. Gleiches gelte für das windschiefe Dach und die Krümmung der Fassade. Der OB bezeichnete die Gestaltung als „Ergebnis eines Diskussionsprozesses”.

Stadtrat Klaus Huber (CSU) meinte: „Der Grundgedanke entspricht unserem Wunsch.” Wilfried Lehr (Wählergruppe Land) wollte wissen, ob alles dokumentiert sei. „Stehen darin die Wünsche des Bauausschusses?”

„Das Gebäude wird anders wirken”

Weitere Punkte, die hinterfragt wurden, waren die Treppenanlage vor dem Gebäude und die Gebäudehöhe, die zwischenzeitlich um weitere 25 Zentimeter gewachsen ist. Auch dies wurde mit dem Gewölbekeller erklärt, auf den eine neue Bodenplatte aufgebracht worden sei.

OB Hammer bezeichnete den Höhenzuwachs als unproblematisch, da sich das Gebäude in die Umgebung einfüge. Das Gebäude werde den gleichen optischen Eindruck haben wie das abgebrannte Luis, war er sich sicher. „Man muss froh sein, dass die Lücke geschlossen wird”, merkte er an. Holger Göttler war nicht überzeugt: „Das Gebäude wird anders wirken.”

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