Nach dem Tauwetter der vergangenen Tage hatte sich die Hochwassersituation in den Landkreisen Ansbach und Neustadt/Aisch-Bad Windsheim sowie in der Stadt Ansbach verschärft. Der Regen trug seinen Teil dazu bei. Inzwischen stehen die Zeichen wieder auf Entspannung.
Noch am Samstag gilt zwar eine „Warnung vor Ausuferungen und Überschwemmungen”, des Hochwassernachrichtendienstes des Freistaates für die Kreise Ansbach und Neustadt/Aisch-Bad-Windsheim sowie die Stadt Ansbach. Vereinzelt stiegen die Pegel in den vergangenen Tagen an den Messstellen bis auf Stufe 2. Das bedeutete Überschwemmungen, aber vornehmlich von Wiesen und Äckern. Wohnbebauung ist in solchen Fällen nur in Ausnahmen betroffen.
Angesichts der durchfeuchteten Böden sorgte der Regen am Donnerstag natürlich für eine gewisse Verschärfung der Lage. Doch dramatisch wurde es nicht.
In der Stadt Ansbach musste der Rezatparkplatz in der Nacht zum Donnerstag gesperrt werden. Das ist er (Stand: 14. Februar, 14 Uhr) noch immer. Teile der Stellflächen sind überflutet. Im Lauf des Tages ging der Pegel Ansbach bis auf einen Wasserstand von 2,60 Meter hoch. Ab 10 Uhr begann der Pegel der Rezat bereits wieder zu sinken – wenn auch langsam. Erst ab 2,80 Meter löst die dritte Meldestufe aus.
Ein Stück weiter flussaufwärts in Oberheßbach galt bereits am späten Mittwochabend Messstufe zwei von vier an der Rezat. Der höchste Wasserstand wurde um 23 Uhr mit 2,64 Metern gemessen. In der Folge ging es dann in kleinen Schritten wieder abwärts. Seit Samstag liegen wieder alle Pegel in Ansbach bei Meldestufe 0.
Die Altmühl kratzte bei Binzwangen (Gemeinde Colmberg) und bei Thann (Gemeinde Bechhofen) an der zweiten Meldestufe, verlor dann aber wieder an Wassermenge.
Die Aisch und andere kleine Flüsse hatten am Mittwoch im Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim für Ausschläge nach oben gesorgt. In mehreren Orten kam es zu Überflutungen und Sperrungen, etwa in Uehlfeld (Mühlstraße Richtung Voggendorf) und bei Oberscheinfeld/Herpersdorf. In Burghaslach war der Netto-Parkplatz teilweise überflutet, die Feuerwehr musste ausrücken und sicherte Gebäudezugänge mit Sandsäcken.
Der Wasserstand der Aisch sinkt inzwischen wieder langsam. Seit Samstag ist auch im mittleren Aischgrund bei Rappoldshofen nur noch Meldestufe 1 angesagt. In Greiendorf bei Höchstadt gilt noch Stufe 2.
Die Scheine in Scheinfeld hatte bereits am Mittwochnachmittag die Meldestufe 2 erreicht, doch am Donnerstag beruhigte sich die Lage wieder. An der Zenn wurde am Mittwochnachmittag bei Trautskirchen die Meldestufe 1, bei Laubendorf (Landkreis Fürth) bereits die Meldestufe 2 erreicht. Die beiden Flüsse sind am Samstag längst wieder im grünen Bereich.
Wie das Neustädter Landratsamt am Donnerstagabend zudem informierte, sind zwei Kreisstraßen aufgrund des Hochwassers gesperrt: die Kreisstraße NEA14 zwischen Dachsbach und Oberhöchstädt sowie die Kreisstraße NEA12 zwischen Pahres und Reinhardshofen.
Für die Landkreise Ansbach und Neustadt/Aisch-Bad Windsheim gilt bis Samstag um 18 Uhr noch eine offizielle Hochwasserwarnung. Doch das zuständige Wasserwirtschaftsamt Ansbach erwartet auf Anfrage der FLZ weiter fallende Pegel. Sollte es am Samstag wie prognostiziert noch schneien, erwartet das Amt keine größeren Einschränkungen. „Schnee fließt nicht so schnell ab.“