Doch kein „Schnee von gestern”: Winterdienste sind erneut auf Straßen eingespannt | FLZ.de

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Veröffentlicht am 19.02.2026 15:22, aktualisiert am 19.02.2026 16:20

Doch kein „Schnee von gestern”: Winterdienste sind erneut auf Straßen eingespannt

Der Winterdienst war am Donnerstag auf den Straßen Westmittelfrankens (hier im Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim) wieder ein gern gesehener Gast. (Foto: Mirko Fryska)
Der Winterdienst war am Donnerstag auf den Straßen Westmittelfrankens (hier im Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim) wieder ein gern gesehener Gast. (Foto: Mirko Fryska)
Der Winterdienst war am Donnerstag auf den Straßen Westmittelfrankens (hier im Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim) wieder ein gern gesehener Gast. (Foto: Mirko Fryska)

Auch am Donnerstag hat der Schnee wieder etliche Personen in Stadt und Landkreis Ansbach und im Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim auf den Plan gerufen, um die Straßen sicher zu machen. So war die Lage.

„Seit 3 Uhr morgens sind die Kolleginnen und Kollegen schon unterwegs, um die Straßen, vor allem zum Berufsverkehr ab 6 Uhr, auf Vordermann zu bringen”, sagte Hubert Wagner, Leitender Baudirektor des Staatlichen Bauamtes Ansbach. Die Mitarbeitenden seien „wirklich die Helden des Alltags” an Tagen wie diesen.

Elmar Büttner, der Sachgebietsleiter des Betriebsdienstes am Staatlichen Bauamt, teilte mit, dass am Donnerstag 18 Fahrzeuge im Landkreis Ansbach und sieben bis acht im Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim im „Volleinsatz” waren. Die Mitarbeitenden versuchen, die weißen Straßen mit Streusalz, so gut es geht, zu bestreuen.

Staatliches Bauamt erwartet gute Prognose

Die Schneelage sehe laut Straßenmeistern von Ort zu Ort anders aus, teilte Büttner mit. Fürs Streuen werde eine Umlaufzeit von drei Stunden benötigt, bis das Gebiet abgedeckt ist. Wenn es dann aber weiter schneit, fangen die Mitarbeitenden wieder von Neuem damit an. Büttner betonte, dass es nicht glatt, sondern nur matschig auf den Straßen sei. Durch die ständige Arbeit der Zuständigen seit den frühen Morgenstunden am Donnerstag ging er davon aus, dass die Lage unter Kontrolle bleibt.

Wegen des vielen Schnees Ende Januar hat es in Gutenstetten (Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim) zuletzt einen Mangel an Streusalz gegeben. Doch nun sei die Lage wieder entspannt, teilte Bürgermeister Gerhard Eichner mit. In der vergangenen Gemeinderatssitzung wurde darauf hingewiesen, dass das Streusalz zur Neige geht und zukünftig nur noch „Problemzonen” wie Hänge bestreut werden. Vor wenigen Tagen wurden dann jedoch 26 Tonnen Streusalz an die Gemeinde geliefert – gutes Timing. „Wir sind gut aufgestellt”, betonte Eichner. Trotz einer Schneehöhe von zehn Zentimetern am Mittag waren also die Straßen und Steigungen gut befahrbar und freigeräumt.

Auch in Baudenbach im Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim war das Streusalz nach dem großen Schneefall knapp. „Die Schneemassen im Januar waren eine Sondersituation”, so Wolfgang Schmidt, der Bürgermeister von Baudenbach. Ähnlich wie in Gutenstetten hat die Gemeinde eine Ladung von 24 Tonnen Streusalz geliefert bekommen. „Damit sollten wir die Schneesituation im restlichen Jahr locker abdecken können.” Die Schneelage in der Gemeinde war daher „ruhig”.

Stadt Ansbach war gut gewappnet

Im Ansbacher Stadtgebiet war man ebenfalls gut gewappnet. „Es war ein ganz normaler Einsatz für den Winterdienst”, wie Anne Ziegler vom Geschäftsbereich des Oberbürgermeisters mitteilte. Seit 3 Uhr waren die Fahrzeuge im Stadtgebiet unterwegs. Das einzig Besondere, so Ziegler, sei gewesen, dass man zwei Schichten fahren musste. Das lag daran, dass der Schnee dauerhaft fiel.

Was die Reihenfolge fürs Streuen und Räumen in Ansbach angeht, gibt es eine Prioritätenliste für das Stadtnetz, erklärte Ziegler. Ganz oben stehen da natürlich größere Straßen, kleinere Wohnstraßen am Ende. Sobald Schnee angekündigt ist, schaut sich ein Bereitschaftsführer die Lage an. Das geschieht zwischen 2 und 3 Uhr am Morgen, erklärt Ziegler, denn „nur weil Schnee gemeldet ist, muss das nichts heißen”. Je nach Menge entscheidet er dann, ob ein großer oder kleiner Einsatz benötigt wird, und alarmiert entsprechend.

Wenn der Schnee am Freitag schmilzt, könnte das wieder zu Hochwasser in der Region führen. Derzeit ist für Stadt und Landkreis Ansbach ohnehin noch eine Hochwasserwarnung aktiv, wie Dr. Gabriele Trommer vom Wasserwirtschaftsamt Ansbach auf Nachfrage der Redaktion erklärte. In der Nacht auf Sonntag „werden wir wieder in eine Meldestufe kommen”, so die Prognose. Denn in den nächsten Tagen soll es zusätzlich auch noch regnen.

Auch im Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim könnten bei den Gewässern wieder Meldestufen der Pegelstände erreicht werden, vor allem an der Aisch sei dies höchstwahrscheinlich.


Von Mara Stingl und Anna Beigel
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