Sanierung abgeschlossen: Obernzenner See ist fit für die Zukunft | FLZ.de

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Veröffentlicht am 07.11.2025 11:30

Sanierung abgeschlossen: Obernzenner See ist fit für die Zukunft

Im kommenden Frühjahr soll im Obernzenner See wieder geschwommen werden. Noch ist er trocken gelegt. (Foto: Nina Daebel)
Im kommenden Frühjahr soll im Obernzenner See wieder geschwommen werden. Noch ist er trocken gelegt. (Foto: Nina Daebel)
Im kommenden Frühjahr soll im Obernzenner See wieder geschwommen werden. Noch ist er trocken gelegt. (Foto: Nina Daebel)

Die Maßnahmen am Hochwasserrückhaltebecken Obernzenn biegen auf die Zielgerade ein. Wie das Wasserwirtschaftsamt Ansbach (WWA) mitteilt, steht der Wiedereinstau unmittelbar bevor. Gestartet werden soll damit voraussichtlich Mitte November.

„Die Sanierungsarbeiten werden bis Mitte November termingerecht und im vorgesehenen Kostenrahmen erfolgreich abgeschlossen“, erläuterte der für den Landkreis zuständige Abteilungsleiter des Wasserwirtschaftsamts in Ansbach, Heiko Moßhammer. Der Hochwasserschutz für Obernzenn entspreche damit den aktuellen Anforderungen und sei fit für die Zukunft. Investiert werden insgesamt 1,3 Millionen Euro. Der Markt Obernzenn beteiligt sich an den Kosten der Sedimenträumung und trägt 25 Prozent von 375.000 Euro.

Wiederbefüllung ab Mitte November

„Die Wiederbefüllung beginnt dann ebenfalls ab Mitte November“, kündigte Moßhammer an. Erfahrungsgemäß dauere es einige Monate, um das Einstauziel – also den geplanten Wasserspiegel – zu erreichen. Zum Beginn der Badesaison 2026 sei dies jedoch voraussichtlich abgeschlossen. „Einer Freizeit- und Badenutzung steht aus unserer Sicht damit nichts im Wege.“

Das Hochwasserrückhaltebecken, im Volksmund Obernzenner See genannt, wurde in den 1980er Jahren errichtet, um die Orte entlang der Zenn vor Hochwasser zu schützen. Nach 40 Betriebsjahren standen erneut eine turnusmäßige Überprüfung und Instandsetzungsmaßnahmen des Dammes und seiner Betriebseinrichtungen an.

Die Arbeiten gliederten sich in mehrere Abschnitte. Bereits im September 2024 wurde mit der Absenkung des Wasserspiegels begonnen. Im darauffolgenden November erfolgte das Abfischen und Umsetzen der Tiere in andere Gewässer unter der Beteiligung des örtlichen Fischereivereins.

Betonarbeiten ab Juni 2025

Juni 2025 wurden Betonarbeiten am Betriebsauslass und die Neuverfugung der Grundablassleitung durchgeführt. Parallel dazu begann die Abfuhr der Sedimente, die sich über Jahrzehnte im Becken abgelagert hatten und das Fassungsvermögen des Sees stark verringerten. Wie eine Beprobung ergeben hatte, eignete sich der mineralreiche Boden zur Aufwertung von Ackerflächen in der Umgebung. Nach Angaben des Wasserwirtschaftsamts wurden bis August 2025 rund 23.000 Kubikmeter Sediment auf etwa 50 Hektar Fläche landwirtschaftlich genutzt.

Im Sommer erfolgten außerdem die Erneuerung der Sickerleitung und der Bau neuer Treppenanlagen. Nach abgeschlossener Sedimentabfuhr wurden die beiden neuen Grundablassschieber eingebaut. Im Oktober ließ das Wasserwirtschaftsamt den Pflanzenbewuchs im trockengelegten Stauraum entfernen. Damit sollte verhindert werden, dass beim späteren Wiederbefüllen des Beckens zu viele Nährstoffe ins Wasser gelangen. Wären die Pflanzen dort verrottet, hätten sie diese Stoffe freigesetzt – Mikroorganismen hätten sie abgebaut und dabei viel Sauerstoff verbraucht. Das hätte die Wasserqualität deutlich verschlechtert.

Mit dem bisherigen Projektverlauf sei man durchweg zufrieden, betonte Moßhammer: „Großer Dank für die Unterstützung und konstruktive Zusammenarbeit gilt dem Markt Obernzenn, den Akteuren vor Ort und den ausführenden Firmen!“

Für den 18. November ist die Wiederinbetriebnahme mit dem bayerischen Umweltminister Thorsten Glauber geplant.


Von YVONNE NECKERMANN
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