Hier werden erneuerbare Energien in Stadt und Landkreis Ansbach clever eingesetzt | FLZ.de

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Veröffentlicht am 15.04.2026 14:00

Hier werden erneuerbare Energien in Stadt und Landkreis Ansbach clever eingesetzt

Gerhard Bauer (links) vom Bund Naturschutz und der Landtagsabgeordnete Martin Stümpfig hoffen, dass viele Bürgerinnen und Bürger die Informationsangebote beim Tag der erneuerbaren Energien nutzen.  (Foto: Thomas Schaller)
Gerhard Bauer (links) vom Bund Naturschutz und der Landtagsabgeordnete Martin Stümpfig hoffen, dass viele Bürgerinnen und Bürger die Informationsangebote beim Tag der erneuerbaren Energien nutzen. (Foto: Thomas Schaller)
Gerhard Bauer (links) vom Bund Naturschutz und der Landtagsabgeordnete Martin Stümpfig hoffen, dass viele Bürgerinnen und Bürger die Informationsangebote beim Tag der erneuerbaren Energien nutzen. (Foto: Thomas Schaller)

Der Bund Naturschutz (BN) veranstaltet in diesem Jahr wieder den Tag der erneuerbaren Energien in Stadt und Landkreis Ansbach.

Am Sonntag, 26. April, öffnen die teilnehmenden Eigentümerinnen und Eigentümer klimafreundlicher und innovativer Haustechnik auf der Grundlage regenerativer Energien von 10 bis 16 Uhr ihre Türen für die Öffentlichkeit und geben ihre Erfahrungen weiter.

Die Teilnahme ist kostenlos

Die Teilnahme ist kostenlos und – mit einer Ausnahme – ohne Anmeldung möglich. Die Schirmherrschaft hat erneut der Landtagsabgeordnete Martin Stümpfig aus Feuchtwangen übernommen.

17 Angebote hat der Bund Naturschutz zusammengestellt. Dazu kommt eine Veranstaltung unter der Regie der Stadt Ansbach, die eine Biogasanlage und ein Windrad vorstellt. Thematische Schwerpunkte sind in diesem Jahr Photovoltaik, Wärmepumpen, Stromspeicher und die intelligente Steuerung der Haustechnik.

Bei einem Pressegespräch stellte Gerhard Bauer vom Arbeitskreis Energie der BN-Kreisgruppe das diesjährige Angebot vor.

Infos über die kommunale Wärmeplanung in Leutershausen

In Leutershausen kann das energetisch sanierte Tribünengebäude des Sportstadions (Am Lindenhain 10) besichtigt werden. Der städtische Klima- und Umweltschutzmanager Gerald Ulrich informiert dort auch über die kommunale Wärmeplanung. Im Ortsteil Sachsen der Stadt Leutershausen präsentiert Andreas Wachmeier sein saniertes Bauernhaus (Oberer Weiler 8) mit Hackschnitzelheizung und Photovoltaikanlage.

Im Ansbacher Stadtteil Elpersdorf informiert die Firma Elektro Lintermann (Liebigstraße 8) über die Planung und Errichtung von erneuerbaren Energieanlagen. In Ansbach Wasserzell (Haus Nr. 52) stellen Sabine Stein-Hoberg und Christian Hoberg ihr Einfamilienhaus vor, das mit einem wassergeführten Stückholzkamin, Solarthermie und einer Luft-Wasser-Wärmepumpe beheizt wird. Außerdem sind auf dem Zinkdach ungewöhnlich leichte Photovoltaik-Module montiert.

Vor welchen Herausforderungen steht das Stromnetz?

In Lichtenau gibt die Firma Elektrotechnik Franke (Zur Salzleite 2) einen Einblick in die Situation beim Bau neuer PV-Anlagen. Experten der N-Ergie Netz GmbH erklären von 11 bis 15 Uhr im Umspannwerk südlich von Petersaurach (Jakob-Müller-Ring 2), vor welchen Herausforderungen das Stromnetz steht.

Eine Sole-Wasser-Wärmepumpe haben Jutta und Uwe Schreiner in ihr Einfamilienhaus in Windsbach (Kellerbergstraße 21) eingebaut. Im ehemaligen Bauernhaus von Julian Abel in Burgoberbach-Sommersdorf (Haus Nr. 25) sieht man, wie ein historisches Gebäude aus dem Jahr 1850 energetisch verbessert werden kann. Das Bürsten- und Pinselmuseum in Bechhofen (Dinkelsbühler Straße 21) bietet zu jeder vollen Stunde Führungen an, bei denen die neue Wärmeerzeugungsanlage des Hauses aus dem 17. Jahrhundert erläutert wird.

Wie kann das Brunnenwasser für die WC-Spülung genutzt werden?

Über solare Notstromlösungen für Eigenheim, Gewerbe, Kommune und Landwirtschaft informiert die Firma Regenerative Energietechnik und -systeme GmbH in Dinkelsbühl-Wolfertsbronn (Haus Nr. 5). Das energetisch sanierte Mehrfamilienhaus von Gerhard Stümpfig an der Stadtmauer in Dinkelsbühl (Hirtengasse 6) kann ebenfalls besichtigt werden.

Bei Christian Pabel in Wörnitz (Ostringstraße 2) geht es neben der Photovoltaik um das Thema Brunnenwassernutzung für die WC‑Spülung. In Geslau (Lauterbach 10) hat die Firma HEG Energie ein innovatives Energiesystem für Gewerbe und Landwirtschaft aufgebaut, in dessen Zentrum ein moderner Gewerbespeicher mit einer Kapazität von 430 Kilowattstunden steht.

In Rothenburg wird Bier mit Solarstrom gebraut

Terrakottafarbene PV-Module wurden beim denkmalgeschützten Objekt der Familie Burkart/Emrich in Rothenburg (St.-Leonhard-Straße 24) verbaut. Dort wird Bier mit Solarstrom gebraut, das von 12 bis 16 Uhr ausgeschenkt wird. Von Gas auf Wärmepumpe wurde der Altbau von Roland Hertlein in Rothenburg (Spitalgasse 26) umgerüstet.

90 Prozent Energieeinsparung sind bei der schrittweisen Sanierung des Reihenhauses aus dem Jahr 1971 von Bernd und Christa Deutschmann in Rothenburg (Lauterbachstraße 25) gelungen.

Stadtrundfahrt durch Feuchtwangen

Die Stadtwerke Feuchtwangen bieten eine Stadtrundfahrt mit dem Bus zu den Erneuerbare-Energien-Anlagen im Stadtgebiet an. Sie beginnt um 14 Uhr bei den Stadtwerken in der Ansbacher Straße 26. Es wird um Anmeldung bis 17. April gebeten bei Klimaschutzmanager Daniel Reimer unter der Telefonnummer 09852/904362 oder per Mail an daniel.reimer @stadtwerke-feuchtwangen.de

Weitere Informationen im Internet unter www.tageean.de


Thomas Schaller
Thomas Schaller
Redaktion Westmittelfranken/Landkreis Ansbach
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