Am 30. April endet die 18-jährige Amtszeit von Jürgen Pfeiffer im Rathaus. Bis zu diesem Termin will der Bürgermeister aber weiterhin Vollgas geben. Im Rahmen eines Festaktes wurde Pfeiffer schon jetzt für seine Verdienste in der Kommunalpolitik gewürdigt – unter anderem von Bayerns Innenminister Joachim Herrmann.
Der CSU-Ortsverband Heilsbronn hatte zu Ehren von Jürgen Pfeiffer in das Foyer der Hohenzollernhalle geladen. Die Amtszeit von Pfeiffer sei ein bedeutender Abschnitt der Stadtgeschichte Heilsbronns, sagte Ortsvorsitzender Sebastian Gaukler. Sein Wirken habe die Entwicklung der Stadt über viele Jahre geprägt.
Bürgermeister zu sein, bedeutet nach den Worten von Gaukler unter anderem, zuzuhören und gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern Lösungen zu finden. Diese Eigenschaft von Pfeiffer, für die Menschen in Heilsbronn und in den Ortsteilen immer ein offenes Ohr zu haben und mit ihnen auf Augenhöhe zu reden, hob nicht nur Gaukler in seinem Redebeitrag hervor.
Für die Verabschiedung von Pfeiffer, die eigentlich noch gar keine war, weil seine Amtszeit noch bis zum 30. April läuft, war auch der bayerische Innenminister Joachim Herrmann nach Heilsbronn gekommen. Dies kommt nicht von ungefähr. Pfeiffer und er haben sich vor über 40 Jahren in der Jungen Union kennengelernt, wie der Minister verriet.
1996 wurde Pfeiffer erstmals in den Heilsbronner Stadtrat gewählt, seit 2008 ist er der Bürgermeister und habe in dieser Zeit die Stadt Heilsbronn in vielen Bereichen sichtbar vorangebracht. Herrmann sprach von einer 30 Jahre dauernden kommunalpolitischen Vorzeigelaufbahn. „Eine solche Dauer ist Ausdruck von Vertrauen, von Verlässlichkeit und von der Fähigkeit, politische Verantwortung über lange Zeit hinweg und zum Wohle der Menschen auszufüllen.”
Aus der Sicht des Innenministers ist die Kommunalpolitik nicht nur ein Nebenfeld der großen Politik auf Landes- und Bundesebene. „Die Kommunalpolitik ist das eigentliche Fundament unserer Demokratie. Politik auf kommunaler Ebene bedeute beispielsweise Beharrlichkeit, Gespräche zu führen und Kompromisse zu finden. All das sei Pfeiffer in seiner Laufbahn gelungen.
In Kernfranken ist Pfeiffer der „längst gediente” Bürgermeister, wie Landrat Dr. Jürgen Ludwig hervorhob. Pfeiffer habe stets das Große und Ganze im Blick und sei ein Mann von großer Klarheit, der einen sehr engen Kontakt zu den Menschen pflege, so der Landrat weiter. Er bezeichnete den Bürgermeister als kommunalpolitischen Leitwolf, „der nicht immer bequem, aber immer zuverlässig ist”.
Auch Erich Hess, Vorsitzender des TV Heilsbronn, und Feuerwehr-Kommandant Alexander Ulherr zählten zu den Rednern des Abends. Sie sprachen für die Heilsbronner Vereine und die Feuerwehren. Beide hoben die positive Zusammenarbeit mit Bürgermeister Pfeiffer hervor. Dieser habe immer ein offenes Ohr für die jeweiligen Belange gehabt, betonten Ulherr und Hess.
„Es war und ist mir eine Ehre, Bürgermeister von Heilsbronn und seinen Ortsteilen sein zu dürfen”, erklärte Jürgen Pfeiffer zum Abschluss der Veranstaltung. Die 18 Jahre seien sehr eindrucksvoll gewesen. „Ich habe auch viel gelernt.” Auch wenn dieser Abend sehr nach Abschied klang, sicherte der Bürgermeister den Anwesenden zu, dass es bis zum eigentlichen Ende seiner Amtszeit am 30. April „mit Vollgas weitergeht”.
Musikalisch umrahmt wurde der Abend von Gabriele Thummerer (Violine) und Ulrich Winter (E-Piano).