Glasfaser: Wer in Scheinfeld schnelles Internet bekommt | FLZ.de

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Veröffentlicht am 29.10.2023 14:11

Glasfaser: Wer in Scheinfeld schnelles Internet bekommt

Glasfaserkabel werden 2025 in Scheinfeld verlegt. Rund 1100 Haushalte werden einen Anschluss bekommen. (Symbolbild: Sina Schuldt/dpa)
Glasfaserkabel werden 2025 in Scheinfeld verlegt. Rund 1100 Haushalte werden einen Anschluss bekommen. (Symbolbild: Sina Schuldt/dpa)
Glasfaserkabel werden 2025 in Scheinfeld verlegt. Rund 1100 Haushalte werden einen Anschluss bekommen. (Symbolbild: Sina Schuldt/dpa)

In weiten Teilen der Scheinfelder Kernstadt soll im Jahr 2025 ein Glasfaseranschluss bis an die Häuser verlegt werden. Bürgermeister Claus Seifert und die Firma GlasfaserPlus haben dazu nun eine gemeinsame Absichtserklärung unterzeichnet.

Seifert sprach von einer „guten Nachricht für Scheinfeld“. Profitieren könnten davon mehr als 1100 Haushalte im Stadtgebiet. Mit der Glasfaser-Anbindung seien dann künftig Internetanschlüsse mit einer Download-Geschwindigkeit von einem Gigabit je Sekunde möglich, hieß es in einem Pressetext der GlasfaserPlus GmbH. Das Unternehmen stellte sogar noch höhere Geschwindigkeiten in Aussicht, denn die Bandbreite auf einem Glasfaserkabel sei nahezu unbegrenzt.

Details der Vereinbarung würden demnächst noch ausverhandelt, kündigte der Bürgermeister an. Das Grundgerüst aber steht. Demnach will GlasfaserPlus in der Altstadt und in den Siedlungsbereichen am Lerchenbühl, rund ums Gymnasium und ums Berufsschulzentrum sowie auch südlich der Schwarzenberger Straße den Ausbau eigenwirtschaftlich vornehmen. Das bedeutet, die Stadt müsste sich nicht an den Kosten beteiligen.

Bei dem nun abgesteckten Gebiet, das allerdings nicht den Siedlungsbereich des Schelmsgrabens umfasst, geht die GlasfaserPlus noch ein Stück weiter, als sie es der Stadt zunächst angeboten hatte. So war ursprünglich zum Beispiel nur eine Straßenseite der Schwarzenberger Straße vorgesehen. Das Unternehmen sei den Erweiterungswünschen der Stadt jedoch vollumfänglich entgegengekommen, erklärte Seifert unserer Redaktion.

Koordinierung mit der Altstadtsanierung nötig

Noch Verhandlungssache ist insbesondere das Vorgehen in der Haupt- und Würzburger Straße. Dort will die Stadt im kommenden Jahr im Zuge der Altstadtsanierung den Straßenraum erneuern. Damit die sanierte Fläche im Jahr darauf nicht gleich wieder aufgerissen werden muss, wird erwogen, für die Glasfaserleitungen Leerrohre zu verlegen. Das genaue Prozedere soll ebenfalls demnächst besprochen werden.

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„Für uns als Kommune ist die Glasfaser ein enormer Schritt ins Digitalzeitalter. Sie wertet unseren ländlichen Standort auf und macht ihn auch als Wohn- und Geschäftsstandort attraktiver“, wird Seifert in der Pressemitteilung zitiert.

GlasfaserPlus ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Deutschen Telekom und eines australischen Fondsverwalters namens IFM Global Infrastructure Fund. IFM legt Pensionsgelder weltweit in Infrastrukturunternehmen an.

GlasfaserPlus will bis zum Jahr 2028 rund vier Millionen Glasfaseranschlüsse im ländlichen Raum sowie in klein- und mittelstädtischen Regionen Deutschlands bauen. Die Ausbauzusage von GlasfaserPlus sei „nicht an das Erreichen von Vermarktungsquoten“ geknüpft, betonte Markus Winter; er ist bei der Telekom Kommunalberater in Sachen Glasfaser. Das bedeute dann aber auch, dass sich jeder, der ans Glasfasernetz angeschlossen werden möchte, von sich aus aktiv werden muss.

Netz steht theoretisch allen zur Verfügung

Die GlasfaserPlus stellt nach eigenem Bekunden ihr Netz allen Telekommunikationsanbietern zur Verfügung. Die Telekom habe für Scheinfeld bereits angekündigt, das GlasfaserPlus-Netz nutzen zu wollen.

Während der Ausbauphase werden die Anwesen kostenfrei von der GlasfaserPlus angeschlossen, sofern die betreffenden Bewohner einen Glasfaser-Tarif bei einem Telekommunikationsanbieter abschließen. Dazu können sich die Kunden an ihren Telekommunikationsanbieter wenden, der sich dann um die Details kümmert. Wer sich erst nach der Ausbauphase für einen Hausanschluss entscheidet, muss in der Regel mit Herstellungskosten rechnen, wurde angemerkt.

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