Aktuell läuft die Alarmierung in Wolframs-Eschenbach noch komplett analog. Ende 2027 wird diese Option jedoch vollständig abgeschafft, erklärte Bürgermeister Michael Dörr (CSU/Unabhängige Bürger) in der Stadtratssitzung. Welche Kosten für die Umrüstung auf die Kommune zukommen, zeigt ein erstes Angebot.
„Es ist einfach ein Muss”, fasste Dörr die Sache zusammen. Denn es ist ohnehin klar, dass die Technik in den kommenden Jahren ausgetauscht beziehungsweise angebunden werden muss. Konkret geht es um sechs Sirenen in den Ortsteilen und zwei Sirenen in der Stadt selbst.
Durch eine aktuelle Messung wurde klar: Es pressiert noch nicht mit der Umrüstung. Die aktuelle Technik funktioniert und ist laut genug. Derzeit bestehe in den Ortsteilen und in der Stadt eine „gute Versorgung”, geht aus den Verwaltungsunterlagen hervor.
Da die Umrüstung trotzdem unumgänglich ist, beschäftigte sich der Stadtrat schon einmal mit den Kosten. Ein erstes Angebot zeigt: Für die digitale Anbindung der sechs Sirenen in den Orten würden jeweils rund 2600 Euro anfallen. Die komplette Anschaffung zweier neuer Sirenen in der Stadt würde je rund 10.200 Euro kosten.
Einen Zuschuss gibt es, informierte Dörr. Vorgesehen ist aber lediglich eine Förderung für die digitale Anbindung in Höhe von etwa 2200 Euro beziehungsweise maximal 80 Prozent. Werden für Wolframs-Eschenbach also zwei komplett neue Sirenen angeschafft (wie im Angebot), so muss die Stadt das selbst zahlen.
Der Vorschlag der Verwaltung: alle acht Sirenen sollen digital angebunden werden, neue gibt es dann erstmal nicht. Rechnet man mit den Preisen des vorliegenden Angebots, so würde diese Umrüstung etwa 21.000 Euro kosten, wobei die Kommune maximal 5000 Euro selbst zahlen müsste.
Der Stadtrat beauftragte die Verwaltung einstimmig damit, die acht Sirenen anzuschließen und die Arbeiten bis zu einem Betrag von etwa 25.000 Euro selbstständig zu vergeben. Außerdem sollen die Zuschussanträge gestellt werden.
Für die Feuerwehr wird die Stadt im kommenden Jahr erneut Geld in die Hand nehmen müssen, blickte der Rathauschef voraus. Dann müssen für die Feuerwehrfrauen und -männer Pager angeschafft werden.