Altstadtnahe Volksfeste gibt es auch andernorts. Ein Vergnügungspark mit Autoscooter, Kinderkarussell und Schießbude innerhalb der Stadtmauer ist hingegen eine Rarität. Der Schrannenplatz macht es möglich. Seit Samstag läuft dort wieder die Herbstmesse. Trotz durchwachsenen Wetters war zum Auftakt einiges los.
Neben den Fahrgeschäften locken bei der Veranstaltung, die noch bis Sonntag, 5. November, geht, diverse Buden mit Süßigkeiten und Deftigem oder Spielsachen. Abgerundet wird das Angebot von einem Krämermarkt. Die Händler bieten an ihren Ständen Haushaltsartikel und Kleidung, aber auch Käsespezialitäten.
Eine weitere wichtige Anlaufstation ist der Glühweinausschank der Familie Paul aus Langenzenn, der seit 1979 zum Inventar der Herbstmesse gehört. Dem Heißgetränk, dessen Hauptkonsumzeit der Advent ist, sprachen offenbar gleich am Starttag zahlreiche Menschen zu. Chefin Sabine Paul äußerte sich am Abend jedenfalls zufrieden.
Eingeschenkt wird der Kundschaft ausschließlich die klassische rote Variante. „Weißer Glühwein passt nicht in Rothenburg“, erklärte dazu Sabine Paul schmunzelnd.
In der Schrannenscheune, also in unmittelbarer Nachbarschaft des Vergnügungsparks, ging am Wochenende das traditionelle Stelldichein der Vereine über die Bühne. Zahlreiche Ehrenamtliche kamen untereinander und mit Passanten ins Gespräch und stellten die Arbeit ihrer Gruppen vor. Der gestrige Sonntag war auch verkaufsoffen. So konnten viele Geschäfte in der Altstadt zwischen 13 und 18 Uhr angesteuert werden. Zum Begleitprogramm der Herbstmesse zählte überdies ein Flohmarkt des Tierschutzvereins vor dem Galgentor.