Kochgeschirr aus Aluminium hat eine Menge Vorteile: Es ist leicht, preiswert, leitet Wärme schnell weiter und reagiert auch sofort, wenn man die Hitze von Herd oder Campingkocher hoch oder runter dreht. Doch wer Rhabarber zubereiten will, sollte auf Alupötte besser verzichten, rät die Verbraucherzentrale Bayern.
Der Tipp gilt übrigens für alle säurehaltigen Lebensmittel oder auch Produkten, denen man Säure wie Zitrone oder Essig hinzusetzt.
Wenn es sich um Rhabarber dreht, gilt es, noch eine weitere Säurefalle zu entschärfen. Denn die rötlich-grünen Stangen, die gern im Kompott, Kuchen oder Chutney landen, zählen zusammen mit Mangold und Spinat zu den Spitzenreitern im Gehalt an Oxalsäure.
Das Tückische an Oxalsäure ist, dass sie die Aufnahme von Mineralstoffen wie Eisen, Magnesium und Calcium aus der Nahrung hemmen. „Doch durch Schälen und Kochen der Stangen lässt sich der Oxalsäuregehalt deutlich reduzieren“, erklärt Holthausen. Für sie ist es wichtig, auch das Kochwasser anschließend wegzuschütten und nicht weiterzuverwenden. Denn darin sammele sich ein Großteil der Oxalsäure.
Empfehlenswert sei es auch, Rhabarber mit calciumreichen Lebensmitteln zu kombinieren − etwa mit Milch, Joghurt, Quark oder calciumangereicherten Pflanzendrinks.
„Calcium bindet die Oxalsäure im Darm, sodass weniger davon im Körper aufgenommen wird“, sagt Katharina Holthausen. Da Oxalsäure die Bildung von Nierensteinen begünstigen kann, sollten Patienten mit Nierenerkrankungen oder der Neigung zu Harnsteinen oxalsäurereiche Lebensmittel vorsorglich meiden.
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