Zu einem Urlaub an der Nord- oder Ostsee gehört das klassische Matjesbrötchen. Doch was genau ist eigentlich Matjes? „Matjes ist so etwas wie der Teenager unter den Heringen“, sagt Julia Steinberg-Böthig vom Fisch-Informationszentrum (FIZ). „Er ist ein Hering, der noch nicht gelaicht hat.“
Matjes ist im Geschmack besonders mild und zart. „Wie Fischsommeliers augenzwinkernd sagen: Der Hering ist sauer, weil er kein Matjes geworden ist“, sagt die Fischexpertin. Er ist fettreich und laut der Ökotrophologin ein echtes Nährstoffpaket mit lange sättigendem Eiweiß, Omega-3-Fettsäuren, Vitamin D und B12 sowie Jod.
Für das folgende Rezept wird das Matjesfilet getoppt von einem Zwiebel-Apfel-Chutney und einem Quark-Meerrettich-Dressing. Alternativ kann man auch nur die Zwiebeln karamellisieren und die in Scheiben geschnittenen Äpfel bei hoher Hitze scharf anbraten.
Sie sind beim Karamellisieren unsicher? „Wichtig ist: Nicht rühren, sobald der Zucker in der Pfanne ist, sonst fängt er an zu klumpen“, sagt die Expertin. „Geben Sie den Zucker in die Pfanne, gerne ein Schnapsgläschen Wasser dazu, und lassen Sie das Ganze einfach schmelzen.“
Sie sollten allerdings aufpassen, dass der Zucker nicht zu dunkel und damit bitter wird. „Wenn das Karamell eine goldgelbe Farbe hat, kann man die Zwiebeln und auch den Apfel dazugeben. Dann darf man auch wieder rühren“, sagt Julia Steinberg-Böthig.
© dpa-infocom, dpa:260507-930-45914/1