Dietmar Leberecht (SPD) ist aus dem Burgbernheimer Stadtrat zurückgetreten, in der jüngsten Sitzung wurde er nun offiziell verabschiedet. Damit zieht sich ein Urgestein des Gremiums nach fast 30 Jahren Stadtratstätigkeit zurück.
Zwar wollte er kein großes Klimbim um seine Person, eine würdige Verabschiedung, einen Rückblick auf seine Tätigkeit und einige rührige Worte ließ sich Bürgermeister Matthias Schwarz (Freie Bürger) aber dennoch nicht nehmen. „Das sind ganze Generationen, die du als Stadtrat mitbegleitet hast.“
Seit 1996 sitzt Leberecht im Burgbernheimer Gremium. In zahlreichen Ausschüssen brachte er sich über die Jahre hinweg ein. Im Waldausschuss war er von 1996 bis 2002, im Sport- und Jugendausschuss von 1996 bis 2002. Von 1996 bis 2020 gehörte er dem Finanzausschuss an, von 1996 bis heute der Gemeinschaftsversammlung. Gerade in letztgenannter sei es nicht immer „ganz so friedlich zugegangen“, so Matthias Schwarz. „Da hat es harte Zeiten gegeben“, in denen Dietmar Leberecht immer wieder Rückgrat bewiesen habe.
Auch als Referent für Jugend und Kultur (2002 bis 2014) war er aktiv, ebenso sorgte er sich seit 2020 um die Liegenschaften und die Pfründepflegestiftung. Für sein Engagement wurde ihm 2014 die kommunale Dankurkunde verliehen. Eine Auszeichnung gab es auch in der jüngsten Stadtratssitzung für ihn zum Dank – samt einem Präsent. Matthias Schwarz dankte Leberecht für die Zusammenarbeit: „Das war eine schöne Zeit. Wir waren zwar nicht immer einer Meinung, aber das bereichert das Ganze ja entsprechend“, so der Bürgermeister. „Du hast immer deine Linie gehabt. Der bist du treu geblieben, auch wenn es mal unangenehm war“, zollte der Bürgermeister Leberecht seinen Respekt. Und weiter: „Wer freiwillig anfängt im Stadtrat, darf natürlich auch freiwillig aufhören.“
„Insgesamt hab ich einiges erreicht, auch mit meiner Fraktion“, sagte Dietmar Leberecht im Gespräch mit der Redaktion. „Darauf bin ich auch stolz.“ Und ja, auch er gibt zu, dass er „sicher nicht der Handsamste“ war, habe er doch stets nachgehakt, kritisch hinterfragt und nicht nur abgesegnet. „Das war meine Aufgabe. Deshalb haben mich die Bürger gewählt.“ Gesunde Skepsis nennt er das. Dennoch sei für ihn jetzt der Zeitpunkt gekommen, einem Jüngeren den Vortritt zu überlassen. Nachrücken wird Hans Martin Henninger, der wohl in der Juli-Sitzung vereidigt wird.