Bürgermeisterwahl-Wahl in Burk 2026: Wofür Amtsinhaber und Herausforderin stehen | FLZ.de

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Veröffentlicht am 26.02.2026 12:00

Bürgermeisterwahl-Wahl in Burk 2026: Wofür Amtsinhaber und Herausforderin stehen

Simone Hartmann fordert Bürgermeister Georg Held in Burk heraus. (Foto: Studio moments/Marion Marek, Larissa Neher)
Simone Hartmann fordert Bürgermeister Georg Held in Burk heraus. (Foto: Studio moments/Marion Marek, Larissa Neher)
Simone Hartmann fordert Bürgermeister Georg Held in Burk heraus. (Foto: Studio moments/Marion Marek, Larissa Neher)

Bei der Bürgermeister-Wahl in Burk strebt Georg Held seine zweite Amtszeit an. Wie beim Votum 2020, bei dem sich Held gegen seinen damaligen Mitbewerber Robert Riedel durchsetzte, hat das aktuelle Gemeindeoberhaupt auch diesmal eine Herausforderin: Simone Hartmann will ehrenamtliche Rathauschefin werden.

2020 wurde in Burk bei der Kommunalwahl im März lediglich über die Zusammensetzung des Gemeinderats abgestimmt. Das Votum um den Chefsessel im Rathaus wurde nach dem plötzlichen Tod von Amtsinhaber Otto Beck verschoben und fand erst im April statt. Beck, der seit 1996 das Bürgermeisteramt innehatte und von der gemeinsamen Liste der CSU und der Freien Wähler erneut für eine Kandidatur nominiert worden war, hätte keinen Gegenkandidaten gehabt.

Projekte ausführen und abschließen

Held wurde 2020 von der 2019 neu gegründeten Wählervereinigung „Gemeinsam für Burk” ins Rennen geschickt und konnte sich mit 87,15 Prozent gegen Robert Riedel (CSU/Freie Wähler Burk) behaupten.

In seiner ersten Amtsperiode habe er viel aufgearbeitet und auf den Weg gebracht. In einer zweiten möchte er Projekte ausführen und abschließen, erklärt der 71-jährige Held, der in Burk wohnt, seit April 2018 Rentner ist und zuletzt als Vertriebsingenieur in einem japanischen Elektronikgroßunternehmen tätig war. Unter anderem nennt er die Kanalsanierung, den Ausbau des Glasfasernetzes, in dessen Zuge auch die Ertüchtigung des Wasserleitungsnetzes erfolgen soll, sowie die Planung der Sandfeldhalle, die abgeschlossen und je nach finanzieller Lage verwirklicht werden soll.

„Ganz wichtig” ist dem gebürtigen Oberfranken auch, wie es mit der Kindertagesstätte weitergeht. Hier müssten in enger Abstimmung mit der Trägerin, der evangelischen Kirchengemeinde, die zukünftige Auslastung prognostiziert und daraus die weiteren Maßnahmen abgeleitet werden. Ein Anliegen sind dem 71-Jährigen auch die Vereine. Er möchte die Nachwuchsarbeit fördern und bei der Gewinnung von Ehrenamtlichen für Führungspositionen unterstützen.

Kommunalpolitisch bisher nicht aktiv

Helds Gegenkandidatin Simone Hartmann wurde von der CSU und den Freien Wähler Burk nominiert. Die gebürtige Dinkelsbühlerin ist 46 Jahre alt und wohnt in Burk. Kommunalpolitisch aktiv war die Verwaltungsangestellte bislang nicht.

Wie Held ist sie der Ansicht, dass Projekte, die bereits angestoßen wurden, fortgesetzt werden müssen. Auch sie führt etwa die Kanalsanierung und den Ausbau von schnellem Internet an. Ebenfalls verweist sie auf die Kita-Problematik. Verbessern möchte Hartmann die Zusammenarbeit im Ratsgremium sowie die mit den Vereinen und kirchlichen Organisationen. Im Falle ihrer Wahl möchte die 46-Jährige Liegengebliebenes schnell aufarbeiten und mit dem Gemeinderat die Prioritäten abklären, kündigt sie an.

Insgesamt treten vier Frauen an

Wahlvorschläge für das Gemeinderatsvotum am 8. März haben die CSU/Freie Wähler Burk sowie die Wählervereinigung „Gemeinsam für Burk“ (GfB) eingebracht. Sie stellen auch die aktuellen zwölf Ratsmitglieder. Die CSU/Freien Wähler Burk haben in der zu Ende gehenden Legislaturperiode acht Sitze. Von den amtierenden Gemeinderäten tritt Dieter Falk nicht mehr an. Auf der zwölf Personen umfassenden Liste ist als einzige Frau Christina Ebert zu finden. Diese war bei der Wahl 2020 – ebenso wie Matthias und Dorothee Lehr – noch für die neu gegründete Wählervereinigung GfB in das Gremium eingezogen. Das Ehepaar Lehr wurde bei der Nominierungsversammlung von CSU und Freien Wählern Burk zu Ersatzkandidierenden ernannt.

GfB erhielt bei der Wahl 2020 vier Mandate. Von den amtierenden Ratsmitgliedern tritt nur noch Thomas Piltz für die Wählervereinigung an. Georg Held könnte, sollte er nicht als Bürgermeister wiedergewählt werden, über die Liste ins Kommunalparlament einziehen. Unter den zwölf Personen auf dem Wahlvorschlag sind drei Frauen.

Die Wahl in Burk

  • Amtierender Bürgermeister:
    Georg Held seit 2020
    (nominiert von Gemeinsam für Burk)
  • Aktueller Gemeinderat (12 Sitze):
    CSU/Freie Wähler Burk: 8
    Gemeinsam für Burk: 4
  • Fürs Bürgermeisteramt nominiert:
    Georg Held
    (nominiert von Gemeinsam für Burk)
    Simone Hartmann
    (nominiert von CSU/Freie Wähler Burk)
  • Wahlvorschläge für den Rat:
    CSU/Freie Wähler Burk
    Gemeinsam für Burk

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