Die Unabhängige Bürgerschaft Feuchtwangen (UBF) schickt bei der Kommunalwahl keinen Bürgermeisterkandidaten ins Rennen. „Es hat nicht sein sollen”, sagt Vorsitzender Thomas Heidecker. Denn bis vor wenigen Tagen hatte die Gruppierung einen Bürgermeisterkandidaten. Dieser hat nun seinen Rückzug erklärt.
Die UBF wollte, wie Heidecker mitteilt, für den Chefsessel im Feuchtwanger Rathaus einen 44 Jahre alten amtierenden Bürgermeister aus Baden-Württemberg nominieren. Doch nachdem in dessen Kommune die Leitung des Hauptamts deutlich länger krankheitsbedingt ausfällt als erwartet und zudem eine leitende Mitarbeiterin plötzlich verstorben ist, fühle er sich unter diesen Umständen seiner Gemeinde verpflichtet und könne diese in einer so schwierigen Phase nicht verlassen. Daher wolle der 44-Jährige in Feuchtwangen nicht mehr kandidieren.
„Dafür haben wir großes Verständnis”, betont Heidecker. „Seinen Rückzug bedauern wir sehr.” Die Gründe dafür seien jedoch nachvollziehbar und verdienten höchsten Respekt.
Der 44-Jährige hätte aus Sicht der UBF von Heidecker „hervorragend zu Feuchtwangen gepasst”. Er hätte „eine echte, kompetente und frische Alternative” zum amtierenden Bürgermeister Patrick Ruh dargestellt. Mit seinem Wissen, seiner Energie und seinem Blick von außen hätte der 44-Jährige der Feuchtwanger Stadtverwaltung und der Stadtpolitik neue Impulse geben können, ist Heidecker überzeugt.
Nach dem Rückzug des Bürgermeisterkandidaten sei man zu einem klaren Entschluss gekommen: „Wir machen keine Personenpolitik und leisten keine Wahlkampfhilfe”. Deswegen werde die UBF bei der Kommunalwahl weder den amtierenden Bürgermeister Patrick Ruh (CSU) noch Dr. Ulrich Grünwald, den gemeinsamen Bürgermeisterkandidaten von SPD, „Wir”/Grüne und „Wir wollen Wandel” unterstützen.
Die UBF stehe für Inhalte, Werte und konkrete Ziele. „Diese Haltung vertreten wir konsequent, unabhängig davon, wer künftig Bürgermeister von Feuchtwangen wird”, unterstreicht Heidecker. „Wir bleiben sachlich kritisch, konstruktiv und unabhängig – und setzen uns weiterhin für eine zukunftsfähige, transparente, finanzstabile und bürgernahe Stadtpolitik ein.”