Etwas zum Schmecken ist am Mittwoch bei vielen in Ansbach auf dem Stundenplan gestanden. In der Biobrotbox-Aktion der Europäischen Metropolregion Nürnberg erhielten zum Beispiel Erstklässer in der Friedrich-Güll-Grundschule eine Box mit ess- und trinkbarem Inhalt. Den Beteiligten ist gleich an mehreren Zielen gelegen.
„Guten Morgen, liebe Gäste“: So begrüßte eine erste Klasse Menschen, die an der Aktion beteiligt sind, zum Pressetermin. Die gelbe Box soll zeigen, wie wichtig das Pausenbrot ist, wie Rektorin Karin Promm sagte. Ziel sei, dass die Kinder in der Pause immer gut – und gesund – frühstücken.
„Wollen wir mal zusammen reinschauen?“, fragte die Pädagogin. Von den Karotten und Äpfeln über Vollkornbrot bis zur Biokresse und zum Tee – die Erstklässer fanden in den Behältern vieles. Extra gab es noch ein Buch für die Eltern zu Hause und einen gesunden Brotaufstrich für die gesamte Klasse.
Karin Promm ermittelte zum Beispiel, wer von den Schülern stets etwas zu trinken dabeihat. Da reckten fast alle ihre Arme noch oben. Viele bringen demnach auch Obst und Gemüse mit in die Schule. Und was ist auf dem Pausenbrot? Die Antworten reichten von Butter und Salz bis zu der „Wurscht“.
Wichtig ist, dass sich alle gesund ernähren, damit sie nicht krank werden, wie Oberbürgermeister Thomas Deffner erklärte. Und damit „die Zähne nicht kaputtgehen“ und „wir in die Schule gehen können“, wie ein Mädchen und ein Junge anmerkten. Der OB nahm Bezug auf regionale Lebensmittel. Diese seien in der Regel gesund, und die Transportwege nannte er ganz kurz.
„Dadurch schützen wir das Klima“, betonte die Klimaschutzbeauftragte der Stadt, Aline Löffler. Viele Produkte im Supermarkt indes kämen aus fernen Ländern und verbrauchten viel Kraftstoff, was für viel Treibhausgas sorge.
Allein in Ansbach bekamen 487 Erstklässer in 26 Klassen in elf Grundschulen die Boxen, wie Anne Ziegler vom Geschäftsbereich Oberbürgermeister feststellte.
Als Partner in der Biobrotbox-Aktion ist die Krankenkasse AOK an Bord. „Ein gesundes Frühstück ermöglicht einen guten Start in den Tag“, hob Michael Surowka als AOK-Direktor in Mittelfranken hervor. Die Kasse unterstütze die Aktion seit vielen Jahren. Die Azubis hätten sich eingebracht, um die Boxen zu packen. Ins Projekt flossen ausschließlich Sponsorengelder, wie Surowka schilderte.