Der Bau des Radwegs, der Herrieden mit Burgoberbach verbinden soll, hat Fahrt aufgenommen. Ein erstes Teilstück wird derzeit im Ortsteil Rauenzell umgesetzt – in Kooperation mit dem Staatlichen Bauamt Ansbach.
Der Radweg zwischen den beiden Nachbargemeinden ist rund 3,4 Kilometer lang und ist mit Gesamtkosten von rund 3,1 Millionen Euro veranschlagt. Auf Burgoberbach entfallen davon rund 942.000 Euro, die Stadt Herrieden stemmt den Rest. Wobei beide Partner mit staatlichen Zuschüssen rechnen dürfen.
Derzeit wird am Ortsrand Rauenzells ein erstes Teilstück des neuen Radweges fertiggestellt, das den Anschluss an die bereits bestehende Verbindung in Richtung Hohenberg herstellt. Auf etwa 250 Meter Länge wurde der Boden an der Grundstücksgrenze zum örtlichen Sportverein ausgehoben, mit einer Schotterschicht versehen und für die Entwässerung vorbereitet. Ein paar Meter weiter ist der Kurvenbereich bereits ausgehoben. Laut Herriedens Baudirektor Marco Jechnerer fällt der Aushub deshalb so ausladend aus, weil die bislang etwas eng verlaufende Kurve entschärft werden soll.
Im Zuge der Maßnahme wurde die marode Brücke am Abzweig in Richtung Hohenberg abgebrochen und inzwischen durch einen Neubau ersetzt, der in der Breite auf Antrag der Stadt die nötige Fläche für einen Radweg berücksichtigt.
Verantwortlich für den Bau zeichnet das Staatliche Bauamt Ansbach, da es sich bei der Verbindung von Herrieden in den Ortsteil Rauenzell um die Staatsstraße 2249 handelt, die damit gemäß den Ausführungen Jechnerers in die Baulast der staatlichen Behörde fällt.
Derzeit müssen Verkehrsteilnehmende Geduld aufbringen, weil der Verkehr nur einspurig an der Baustelle vorbeilaufen kann. Eine Bedarfsampel regelt den Verkehr. Um diesen Abschnitt nicht zweimal sperren zu müssen, wurden die Arbeiten der Stadt und des Staatlichen Bauamts koordiniert und laufen parallel. Wie Jechnerer auf Anfrage mitteilte, soll das Projekt Ende Mai mit der Fertigstellung der Brücke und der Rückverlegung auf die bisherige Straßenführung abgeschlossen sein. Im folgenden Schritt ist von der Herrieder Baudirektion vorgesehen, die Querungshilfe in Rauenzell umzusetzen.