Die Fahrt mit seinem manipulierten Pkw nahm für einen 42-Jährigen ein abruptes Ende. Eine Polizeistreife zog den Wagen aus dem Verkehr. Jetzt wird es teuer.
Der Mann war am Donnerstagnachmittag auf der B13 in Uffenheim unterwegs. Als er gegen 14.30 Uhr in den Rückspiegel sah, dürfte er erschrocken sein. Hinter ihm war ein Streifenwagen. Die Beamten mussten nur zuhören. Im Polizeibericht ist von einer „extremen Geräuschentwicklung” die Rede.
Nach dem Aussteigen stellten die Beamten sofort fest, dass an der Abgasanlage massiv nachgeholfen worden war, um sie lauter zu machen. Dies war gelungen. Der letzte TÜV nicht. Die Hauptuntersuchung wäre seit Januar fällig gewesen.
Dafür durfte der 42-Jährige jetzt die örtliche Prüfstelle ansteuern, begleitet von der Polizei. Dort wurde schon das Einfahren zur hohen Hürde, da der Wagen aufgrund einer deutlichen Tieferlegung kaum Bodenfreiheit aufweist. Bei der anschließenden technischen Untersuchung fanden sich erhebliche Mängel, die laut Polizei die Verkehrssicherheit massiv beeinträchtigen.
Durch die Veränderungen am Fahrzeug wurden sowohl die Abgas- als auch die Geräuschwerte unzulässig. Zudem gab es Veränderungen am Fahrwerk, die die Sicherheit gefährden. Deshalb unterband die Polizeistreife die Weiterfahrt umgehend. In Absprache mit der Zulassungsstelle wurden die Kennzeichen noch vor Ort entstempelt.
Den Fahrer erwartet nun nicht nur eine entsprechende Anzeige. Die Betriebserlaubnis seines Autos ist erloschen. Damit muss er, wenn die Manipulationen zurückgebaut sind, auf eigene Kosten ein Gutachten erstellen lassen, um wieder die Zulassung seines Wagens zu bekommen.