„Ohne Euch wird Lehrberg nie mehr so sein wie es einmal war! In unserem Herzen lebt Ihr immer weiter!“ Die Vorhersage zwischen den vielen Blumen an der Unglücksstelle hat sich erfüllt. Was bei einer Gasexplosion in einer Bäckerei am 22. September 2006 geschah, hat niemand in Lehrberg vergessen.
Damals führt die Bundesstraße 13 in Richtung Würzburg noch mitten durch den Ort, der acht Kilometer nordwestlich von Ansbach liegt. Im Schnitt 13.000 Fahrzeuge passieren täglich die Marktgemeinde mit ihren rund 3000 Einwohnern. Am Marktplatz vor der Kirche ist eine Bäckerei mit einem kleinen Café jeden Morgen ein belebter Treffpunkt für Anwohner und Pendler. Über den Marktplatz mit einer Bushaltestelle laufen Kinder auf dem Weg zur nahen Schule.
Um 7.41 Uhr setzt der Wirt der Gaststätte mit Metzgerei, die direkt neben der Bäckerei liegt, einen Notruf ab. Er meldet den Austritt von Gas. Die ersten Kräfte von Polizei, Feuerwehr und BRK eilen an den Marktplatz. Die B 13 wird gesperrt, Lautsprecherdurchsagen warnen die Anwohner, Einsatzkräfte versuchen, rund um Bäckerei und Gastwirtschaft Passanten, Personal und Kunden zum Verlassen der Häuser zu bringen.
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