Ein Spanier wurde mit einer gefälschten Fahrerlaubnis bei Aurach gestoppt. Kurz darauf tauchte er wieder hinterm Steuer eines anderen Wagens auf. Dann war Schluss. Die Polizei kassierte den Schlüssel.
Schleierfahndern der Verkehrspolizei Ansbach fiel am Donnerstag kurz nach 16 Uhr ein Konvoi auf, der aus fünf Pkw mit deutschen Kurzzeitkennzeichen bestand und sich auf der A 6 in Richtung Heilbronn bewegte. Bei der Kontrolle des letzten Fahrzeugs aus der Kolonne, einem Mercedes, auf der Rastanlage Frankenhöhe gab der Fahrer an, weder ein Ausweisdokument noch einen Führerschein mitzuführen. Er zeigte jedoch auf seinem Handy eine spanische ID-Karte und einen spanischen Führerschein als seine Dokumente vor.
Bei der Überprüfung dieser Dokumente ergaben sich für die Beamten begründete Zweifel, dass die dort abgebildete Person mit der vor Ort befindlichen übereinstimmte. Bei der Überprüfung von ihm und einer Durchsuchung seines Fahrzeugs wurden die tatsächlichen Personalien herausgefunden. Ein Abgleich in den polizeilichen Informationssystemen ergab, dass der 22-jährige Spanier nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis ist.
Gegen den Mann wurde ein Strafverfahren eingeleitet. Nachdem er belehrt worden war, dass er keine Kraftfahrzeuge mehr führen darf, übernahm ein vorheriger Beifahrer aus der Kolonne mit gültigen Papieren den Wagen.
20 Minuten später wurde die Kolonne erneut auf der A6 gesichtet, diesmal auf der Höhe der Anschlussstelle Schnelldorf. Die Beamten trauten ihren Augen kaum, als sie dabei den 22-Jährigen erneut am Steuer eines Wagens erblickten, diesmal eines VW. Wegen der Unbelehrbarkeit des Mannes setzte es nicht nur eine zweite Strafanzeige. Die Beamten stellten die Autoschlüssel sicher, bis sie der Halter der Kurzzeitkennzeichen abholt.