Vom Roulettetisch in Weiltinger Rathaus: Stefan Carmanns ist Bürgermeisterkandidat | FLZ.de

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Veröffentlicht am 24.11.2025 17:36

Vom Roulettetisch in Weiltinger Rathaus: Stefan Carmanns ist Bürgermeisterkandidat

Die Gemeinderäte Johannes Ruck (links) und Dieter Schuster (rechts) mit Stefan Carmanns (Mitte), der in Weiltingen als Kandidat der Gruppierung Bündnis Zukunft in das Rennen um das Bürgermeisteramt geht. (Foto: Peter Tippl)
Die Gemeinderäte Johannes Ruck (links) und Dieter Schuster (rechts) mit Stefan Carmanns (Mitte), der in Weiltingen als Kandidat der Gruppierung Bündnis Zukunft in das Rennen um das Bürgermeisteramt geht. (Foto: Peter Tippl)
Die Gemeinderäte Johannes Ruck (links) und Dieter Schuster (rechts) mit Stefan Carmanns (Mitte), der in Weiltingen als Kandidat der Gruppierung Bündnis Zukunft in das Rennen um das Bürgermeisteramt geht. (Foto: Peter Tippl)

Dynamik in Sachen Kommunalwahl 2026 kommt in die Gemeinde Weiltingen: Die Gruppierung Bündnis Zukunft schickt Stefan Carmanns als Kandidat für das Amt des hauptamtlichen Bürgermeisters der 1500 Einwohner zählenden Kommune ins Rennen.

Die Begrüßung der Bürgerinnen und Bürger, unter ihnen etliche Kandidatinnen und Kandidaten der weiteren Listen, übernahm Gemeinderat Johannes Ruck, und als Versammlungsleiter fungierte Marktrat Dieter Schuster. Er erläuterte die Regularien zur Nominierung und schickte voraus, dass mit der Nominierung von Stefan Carmanns ein langer Prozess für das im Februar 2026 neu gegründete „Bündnis Zukunft“ abgeschlossen worden sei.

Etliche private Spenden hätten Inserate zur Suche nach Bewerberinnen oder Bewerbern ermöglicht. Vier externe Interessierte hätten sich gefunden, und Ende Oktober hätten sich zwei Personen einem Auswahlgremium vorgestellt, das sich mit deutlicher Mehrheit für Stefan Carmanns entschied. „Ein Mann der politischen Mitte, der die Marktgemeinde die nächsten sechs Jahre führen soll”, so Schuster.

Seit 1999 Croupier in der Spielbank

Der 48-jährige Carmanns betrachtet das Amt als „Dienstleistung an den Menschen”, wobei aber nicht alle Wünsche der Bürgerinnen und Bürger erfüllt werden könnten. Gebürtig aus Dinkelsbühl, lebt Stefan Carmanns mit Ehefrau Barbara, einer gebürtige Weiltingerin, und zwei Töchtern in Dinkelsbühl. Nach dem Abschluss der Mittleren Reife an der Wirtschaftsschule Dinkelsbühl habe er Groß- und Außenhandelskaufmann gelernt, war bei einem Autohaus beschäftigt und arbeitet seit April 1999 bei der Spielbank Feuchtwangen als Croupier. Zuvor war er ein Jahr lang in der Spielbank in Garmisch-Partenkirchen tätig. Lesen und das Sammeln von Disney-Figuren und Comics zählt zu seinen Hobbys.

Die Verbindung zur Marktgemeinde werde durch die Familie gepflegt. Im familiären Kreis sei Anfang des Jahres die Frage aufgekommen, ob das Amt des Bürgermeisters nicht etwas für ihn wäre, führte Carmanns zu seiner Bewerbung an. Die Frage habe ihn nicht mehr losgelassen und auch aus seinem beruflichen Hintergrund als Personalratsvorsitzender sei der Entschluss zur Kandidatur gereift.

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Der Umgang mit Menschen, mit ihren herausfordernden Situationen, persönlichen Betroffenheiten und unterschiedlichen Meinungen sei bereichernd, so Carmanns weiter. Er wünsche sich ein „Wir statt Ich”. Seine Aussagen seien „klar und direkt”, versicherte er und er wünsche sich „ehrliche Rückmeldungen und die Pflege von Kontakten”.

Pflegemöglichkeit für alte Menschen

„Kommunale Arbeit kann man lernen”, ist er überzeugt. Das zur Sanierung anstehende Haus am Marktplatz will er angehen, einen Unternehmerstammtisch für den Austausch und das Kennenlernen initiieren, und eine Pflegemöglichkeit für Seniorinnen und Senioren: „Wer sein ganzes Leben in Weiltingen gewohnt hat, sollte auch ein Recht haben, im Alter hier zu leben”, ist der Bewerber überzeugt.

Eine Bürgerstiftung schwebt ihm vor, damit Vereine oder Initiativen einen kleinen Beitrag für ihr Engagement erhalten. Wohl wissend, so Stefan Carmanns, dass die kommunalen Haushalte angespannt seien. Er habe bereits Mitte des Jahres an einem Seminar für Bürgermeister teilgenommen und dabei hätten sich sein Entschluss und seine Lust auf das Amt weiter gefestigt.

Als Wahlhelfer fungierten Alexander Wetsch und Christian Schöllhammer. Von den 49 anwesenden Stimmberechtigten votierten 39 Personen für die Nominierung bei einer Gegenstimme, gab Johannes Ruck bekannt. Nach Bekanntgabe des Ergebnisses bedankte sich Carmanns und Bürgermeister Christoph Schmidt gratulierte.


Von PETER TIPPL
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