Noch kein Fan von Rosenkohl? So wird er spicy statt bitter | FLZ.de

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Veröffentlicht am 08.01.2026 09:21

Noch kein Fan von Rosenkohl? So wird er spicy statt bitter

Zur spicy Variante von Rosenkohl passen Weizennudeln und ein Erdnuss-Topping. (Foto: Ariane Bille/BVEO/dpa-tmn)
Zur spicy Variante von Rosenkohl passen Weizennudeln und ein Erdnuss-Topping. (Foto: Ariane Bille/BVEO/dpa-tmn)
Zur spicy Variante von Rosenkohl passen Weizennudeln und ein Erdnuss-Topping. (Foto: Ariane Bille/BVEO/dpa-tmn)

Wie bitter: Beim Gedanken an Rosenkohl verziehen die einen das Gesicht, während andere von dem Wintergemüse nicht genug bekommen können. Vielleicht hilft den Skeptikern eine moderne Interpretation gegen die herbe Note.

Denn die klassische Zubereitung von Rosenkohl tut nichts gegen die Bitternoten. Wer lediglich die Strunk-Enden und äußeren Blätter entfernt, die Röschen kreuzweise einschneidet und sie acht bis zehn Minuten in Salzwasser bissfest gart, wird die Mini-Kohlköpfchen wahrscheinlich nicht mehr lieben lernen. Eine zweite Chance hat das Gemüse dagegen mit einer modernen Zubereitung verdient. 

Gebraten mit Speck, in Omelettes oder als gezupfte Blättchen 

Dafür schlägt das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) vor, den Rosenkohl sanft zu braten - so entfalte er kräftigere Aromen, etwa wenn er in der Pfanne zusammen mit Speck, Zwiebeln und Muskat landet. So passt er perfekt zu Pasta oder Reis. 

Wer experimentieren möchte, könne Rosenkohl in Quiches, Omelettes, Aufläufen, Suppen, Bowls oder Currys unterjubeln. Sogar im winterlichen bunten Salat können die Blättchen gezupft und gedünstet kulinarisch überzeugen

Eine andere Variante ist knuspriger Ofen-Rosenkohl, bei dem die halbierten Röschen mit Olivenöl und etwas Honig vermengt und mit Salz, Pfeffer und Chili oder Curry gewürzt werden. Als Topping schlagen die Ernährungsexperten geröstete Hasel- oder Walnüsse vor. 

Eine andre Variante fürs Blech kommt von der Bundesvereinigung der Erzeugerorganisationen Obst und Gemüse (BVEO), die in ihrer Rezeptsammlung auf www.geerntet-in-deutschland.de eine asiatisch angehauchte Zubereitung empfehlen. Und so geht's:

Rezept für spicy gerösteten Rosenkohl

Zutaten für 2 Portionen:

  • 500 g Rosenkohl
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 cm Ingwer
  • 1 EL Chili-Bohnenpaste (Doubanjiang)
  • 3 TL Sojasauce
  • 1 EL Zucker
  • 30 ml Wasser
  • 1 Handvoll Erdnüsse
  • 180 g Weizennudeln

Zubereitung:

  1. Backofen auf 180 Grad vorheizen.
  2. Rosenkohl waschen, abtropfen lassen und Strunk entfernen. Knoblauch schälen und mit der Knoblauchpresse in eine große Schüssel pressen. Ingwer schälen und in die Schüssel reiben. Chili-Paste, Sojasauce, Zucker und Wasser dazugeben und miteinander verrühren. Rosenkohl dazugeben und alles gut vermischen.
  3. Backblech mit Backpapier auslegen und Rosenkohl darauf verteilen. In der Mitte des Ofens etwa 20 Min. garen, bis der Rosenkohl goldbraun ist.
  4. Kurz auskühlen lassen, mit Erdnüssen bestreuen und mit Weizennudeln genießen.

Weder gelb noch welk - was beim Einkauf zählt

Beim Einkauf lohnt sich laut den Experten vom BZfE ein genauer Blick: Frische Röschen sind fest geschlossen, prall und kräftig grün. Gelbe oder welke Blätter deuten auf ältere Ware hin. Wer die frische Ware nicht am gleichen Tag zubereiten kann, sollte sie im Gemüsefach des Kühlschranks aufbewahren. Dort hält sich Rosenkohl für einige Tage am besten in einem Kunststoffbeutel mit Löchern oder eingewickelt in einem feuchtem Tuch. Für längere Haltbarkeit eigne sich besser das Einfrieren: Die geputzten Röschen sollten dann dazu zwei bis drei Minuten lang in kochendem Salzwasser blanchiert und dann kurz in Eiswasser abgeschreckt werden. Man lässt sie danach sehr gut abtropfen und friert sie in einem Gefrierbeutel oder luftdichten Behälter ein. „So bleibt Rosenkohl bis zu einem Jahr lang frisch“, versichert das BZfE. 

Die Obst- und Gemüse-Experten von der BVEO haben noch einen zusätzlichen Tipp: Rosenkohl könne durch das pflanzliche Reifegas Äthylen geschädigt werden, deshalb sollte man das Gemüse nie zusammen mit Äpfeln aufbewahren.

Wappnen gegen Blähungen: gut kauen und garen

Als Kohlart mit zarten Blättchen sei Rosenkohl in der Regel recht bekömmlich. Allerdings könne der Ballaststoff Stachyose zu Blähungen führen - „weil der Körper ihn nicht vollständig aufschließen kann“, erklären die Ernährungsexperten des BZfE. Gesund sei er trotzdem, weil er das Darmmikrobiom unterstützt. Ihr Tipp: Gewürze wie Kümmel oder Fenchel mildern die eventuelle Gasbildung und helfen bei der Verdauung. Auch gutes Kauen und ausreichend Garen wirkt sich positiv aus.

© dpa-infocom, dpa:260108-930-513069/1


Von dpa
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