Neue Jugendreferentin im Dekanat Bad Windsheim: Fanny Schnerrer | FLZ.de

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Veröffentlicht am 09.07.2025 06:00

Neue Jugendreferentin im Dekanat Bad Windsheim: Fanny Schnerrer

Fanny Schnerrer ist viel herumgekommen und ist jetzt die neue Dekanatsjugendreferentin in Bad Windsheim. (Foto: Anna Franck)
Fanny Schnerrer ist viel herumgekommen und ist jetzt die neue Dekanatsjugendreferentin in Bad Windsheim. (Foto: Anna Franck)
Fanny Schnerrer ist viel herumgekommen und ist jetzt die neue Dekanatsjugendreferentin in Bad Windsheim. (Foto: Anna Franck)

Fanny Schnerrer ist in ihrem Leben schon gut herumgekommen. Ihr Steckenpferd: die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Seit 1. Juli ist die 39-Jährige die neue Dekanatsjugendreferentin im Dekanat Bad Windsheim. Damit endet ein Jahr der Vakanz.

Fanny Schnerrer folgt auf Philipp Flierl, der die Geschäftsführung der Kindertagesstätten im Dekanat übernommen hatte. „Hier es ist wie im Urlaub für mich. Vom Gefühl her“, sagt Fanny Schnerrer. Schließlich ging es für sie von der Großstadt München in das im Vergleich doch beschauliche Städtchen Bad Windsheim. „Zurück auf’s Land. Das ist eine Umstellung. Man hat nicht so viele Wahlmöglichkeiten. Was aber kein Nachteil sein muss.“

Die 39-Jährige stammt aus einem Dorf im Erzgebirge und machte selbst gute Erfahrungen in einer dort etablierten kirchlichen Jugendgruppe. So habe ihre Begeisterung für die Jugendarbeit begonnen. „Ich möchte die Erfahrung, die ich gemacht habe, mit anderen teilen. Jungen Menschen zeigen, dass es sich lohnt, mit diesem Gott unterwegs zu sein.“ Außerdem ist sie überzeugt davon, dass die Arbeit mit jungen Leuten jung und frisch im Kopf hält.

Berufsstart im schulischen Bereich

Der Glaube und die Kirche spielt schon viele Jahre eine wichtige Rolle in Schnerrers Leben. „Ich habe dieses Jahr silberne Konfirmation gefeiert. In etwa so lange, also 25 Jahre, bin ich auch als Christin unterwegs.“ Die Basis der frohen Botschaft von der Liebe Gottes trägt sie – „auch durch die verschiedenen Krisen meines Lebens. Darauf besinne ich mich immer wieder.“

Studiert hat die Religionspädagogin in Würzburg und Nürnberg. Den Vorbereitungsdienst absolvierte sie in München. Anfangs arbeitete Schnerrer im schulischen Bereich, merkte aber, dass „mein Herz auch für die Basisarbeit in der Kirchengemeinde schlägt“. In der Rolle der Lehrerin fühlte sie sich nicht komplett zu Hause.

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Nach Stationen in Würzburg und Senden bei Neu-Ulm ging es für Fanny Schnerrer für drei Jahre nach Namibia (Afrika). In der Hauptstadt Windhoek hat die 39-Jährige für die deutschsprachige Kirche gearbeitet, engagierte sich dort ebenfalls in der Kinder- und Jugendarbeit. „Das war das Abenteuer meines Lebens.“ Auch, weil in ihr zuvor eine große Sehnsucht geherrscht hatte, einmal nach Afrika zu reisen.

Pandemie in Afrika verbracht

Fanny Schnerrer verbrachte die gesamte Corona-Pandemie in Namibia. Im Januar 2020 bekam sie noch Besuch von ihrer Mutter, „sechs Wochen später konnte man das Land nicht mehr verlassen“. Schnerrer stand vor der Entscheidung: Bleiben oder gehen? „Ich hab Afrika gewählt und im Nachhinein war das auch richtig.“

Die Stelle dort war allerdings befristet. Und Mitte 2021 wollte die 39-Jährige dann auch wieder zurück nach Deutschland. Für München entschied sie sich unter anderem, weil sie die Stadt schon kannte und dort einige Kontakte und Freundschaften hatte. „Das Zurückkommen aus dem Ausland ist schon auch ein Kulturschock in die andere Richtung.“ In mehreren Kirchengemeinden im Münchner Norden war Fanny Schnerrer dann aktiv, bis es sie nun nach Mittelfranken verschlug.

Doch warum ausgerechnet Bad Windsheim? Im Umkreis habe sie einige Bekannte, Kolleginnen und Kollegen, die von der Stadt geschwärmt hatten.

„Ich hatte außerdem gute Gespräche mit den Verantwortlichen vor Ort, so dass ich mir vorstellen konnte, herzukommen.“ Zudem gefalle ihr das Konzept, wie niedrigschwellig evangelische Jugendarbeit hier gelebt werde. Die geschäftsführende Stelle der Dekanatsjugendreferentin reizte sie ebenfalls, dank ihrer gesammelten Erfahrungen traute sie sich diese Herausforderung dann auch zu. Und: „Ich wollte auch einfach eine Veränderung.“

Arbeit mit Mädchen intensivieren

Schon jetzt begeistert zeigt sich Fanny Schnerrer vom Konfi-Camp, hat aber auch schon eigene Idee im Gepäck. „Ich bin eine Netzwerkerin und arbeite gerne mit anderen zusammen.“ Gerne würde sie Kooperationen schließen.

Ein großes Anliegen ist ihr die Arbeit mit Mädchen und jungen Frauen. Im Bereich Freizeiten könnte es im nächsten Jahr ein weiteres Angebot geben. „Ich hätte Lust zu segeln. Das hat in München nicht funktioniert. Vielleicht klappt es hier. Ich bin da offen. Die Jugendlichen hier müssen sagen, auf was sie Lust haben und dann schaue ich, ob ich das mitgehen kann. Das wird sich finden.“ Die Begleitung von den Ehrenamtlichen findet sie wichtig, ebenso den Jugendaustausch mit Menschen außerhalb von Deutschland.

Neben ihrem Beruf ist Fanny Schnerrer gerne unterwegs, mag Kultur, kocht leidenschaftlich gerne und genießt das gesellige Miteinander. Nach intensiven Erlebnissen im Arbeitsalltag weiß sie aber auch die Ruhe daheim mit einem guten Buch sehr zu schätzen. Besonders freut sich die 39-Jährige auf ihren Einführungsgottesdienst am Samstag, 12. Juli, um 18 Uhr in der Seekapelle in Bad Windsheim. Spannend wird zudem der Umzug der Dekanatsjugend von den Räumen in der Krämergasse ins neue Gemeindehaus am Holzmarkt. Schnerrer sieht darin die Chance, sich die Räume mit den jungen Menschen zu eigen zu machen. Da sein. Gebraucht werden. Und damit eine wichtige Lücke im Team schließen – auch darauf freut sich Fanny Schnerrer.


Anna Franck
Anna Franck
Redakteurin im Online-Team
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