Martin Grosch hat gute Chancen aufs Bürgermeisteramt in Marktbergel | FLZ.de

foobarious
arrow_back_rounded
Lesefortschritt
Veröffentlicht am 15.02.2026 21:00

Martin Grosch hat gute Chancen aufs Bürgermeisteramt in Marktbergel

Martin Grosch sitzt seit fast zwölf Jahren im Gemeinderat. Jetzt möchte er Bürgermeister werden. (Foto: Manuela Wissmeier)
Martin Grosch sitzt seit fast zwölf Jahren im Gemeinderat. Jetzt möchte er Bürgermeister werden. (Foto: Manuela Wissmeier)
Martin Grosch sitzt seit fast zwölf Jahren im Gemeinderat. Jetzt möchte er Bürgermeister werden. (Foto: Manuela Wissmeier)

Bürgermeister Dr. Manfred Kern tritt nicht wieder an. Sein designierter Nachfolger, weil einziger Kandidat, ist Martin Grosch. In Marktbergel sind bei den Kommunalwahlen mit CSU/WG, Linke und Bürgerliste drei Listen am Start.

Martin Grosch ist 49 Jahre alt, verheiratet und hat zwei Kinder. Von Beruf ist er Justizvollzugsbeamter. Seit fast zwölf Jahren sitzt Grosch im Gemeinderat. Die Arbeit dort mache ihm viel Spaß, erzählt er. „Man kann etwas bewegen.“ Das Amt des Bürgermeisters findet er spannend. Besprochen habe er die Kandidatur natürlich mit der Familie. Auch mit seinem Beruf lasse sich das Amt vereinbaren.

Er weiß, was auf ihn und den Gemeinderat zukommt. So muss für die alte Schule eine Lösung gefunden werden. Dazu habe es viele Überlegungen gegeben. Doch es geht da auch um die Finanzierung. Und: „Wir brauchen aber ein Dorfzentrum“, betont er. Ein Heim für die Vereine und das Thema Jugendraum hat er auch im Blick.

Gewerbegebiet und Bauplätze stehen auf der Dringlichkeitsliste

Es warten noch weitere Aufgaben. Denn ein Gewerbegebiet werde auch dringend benötigt. Eine vorhandene Fläche müsse jetzt nur noch vernünftig erschlossen werden. Bauplätze nennt Grosch als nächstes Thema, das man angehen müsse. „Bauanfragen sind da.“ Der Abriss und die Baufreimachung des Pesterareals sei abgeschlossen. Dort könnten sieben, acht Bauplätze entstehen.

Was ihn noch umtreibt, ist ein Nahwärmenetz. Der Versuch, eines zu verwirklichen, sei an der zu geringen Zahl der Teilnehmenden beziehungsweise an den zu weit auseinanderliegenden Anwesen gescheitert. Denn ein Nahwärmenetz müsse wirtschaftlich sein. Grosch gibt die Hoffnung auf ein solches nicht auf.

Das könnte Sie auch interessieren
Sitzungsgeld im Vergleich: Das „verdienen” Stadt- und Gemeinderäte im Kreis NeustadtRatsneuling Michael Seybold wird in Gebsattel gleich dritter BürgermeisterWilburgstetten: Gemeinderat gibt grünes Licht für geplanten GenerationenwohnparkNeue Wanderwege in der Gemeinde Simmershofen: Viel Natur für die ganze FamilieWassertrüdinger CSU reflektiert Wahl: Weniger Sitze, aber weiter stärkste FraktionAbschied nehmen auf der Burg von ColmbergMehr Sicherheit in Betzendorf: Stadtrat stimmt Verkehrsinseln zuInsinger Gemeinderat startet: Ein Neuer wird gleich zweiter BürgermeisterWie im Stadtwald von Burgbernheim kleine Bäume vor Verbiss geschützt werdenPersonelle Neuausrichtung beim Bürgerbündnis Stadt und Land WassertrüdingenAbschied und Willkommen im Gemeinderat Ohrenbach: Fünf Neugewählte vereidigtGlasfaser für 45 weitere Adressen in Neuendettelsau: Was das die Kommune kostetNach Streit um Heizkraftwerk: Nahwärmenetz für Rügland nimmt eine weitere HürdeMit Flohmarkt und Blaulicht-Einblicken: Freibad-Eröffnung in LichtenauBeim Dorfgemeinschaftshaus Oberscheckenbach hat der Feuerwehrteil Priorität

Beim Tourismus denkt der 49-Jährige an eine attraktivere Gestaltung des Petersbergpfads. Auch Wohnmobilparkplätze könnte er sich vorstellen. Wichtig ist ihm der Erhalt des Dorfladens wie auch des gesamten Dorfkerns. Da sich trotz Geldmangels in den vergangenen Jahren einiges getan hat, ist Grosch für die anstehenden Dinge zuversichtlich.

Geändertes Wahlrecht führte zu Neugründung

Nominiert wurde Grosch von der CSU/WG. Die Freie Wählergemeinschaft tritt nicht mehr an. Neu dabei sind die Linke und die neugegründete Bürgerliste, in deren Reihen sich auch zwei aktuelle Mandatsträger der CSU/WG befinden; sie hatte sich nach eigenem Bekunden gegründet, weil nach dem geänderten Wahlrecht in Marktbergel nicht mehr als zwölf Personen auf einer Liste stehen dürfen. Die Neugründung versteht sich eher als Ergänzung, nicht als Konkurrenz zur CSU-Liste.

Die sechs Frauen auf den drei Listen bedeuten eine Frauenquote von 26,1 Prozent, was etwas unter dem Landkreisdurchschnitt (31,3 Prozent) liegt, aber höher ist als die 20 Prozent bei der 2020er-Wahl. Das Durchschnittsalter ist mit nicht ganz 44 Jahren um gut ein Jahr unter dem Schnitt aller Bewerberinnen und Bewerber im Kreis. Sieben der amtierenden zwölf Ratsmitglieder kandidieren erneut. 16 der 23 Nominierten waren 2020 nicht am Start, was einer im Landkreisvergleich hohen Neulingsquote von fast 70 Prozent entspricht.

Die Ausgangslage
in Marktbergel

  • Amtierender Bürgermeister:
    Dr. Manfred Kern (CSU/
    Wählergemeinschaft)
  • Aktuelles Ratsgremium (12 Sitze):
    CSU/Wählergemeinschaft: 10
    Freie Wählergemeinschaft: 2
  • Fürs Bürgermeisteramt nominiert:
    Martin Grosch (CSU/WG)
  • Für den Gemeinderat nominiert sind 23 Personen (17 Männer / 6 Frauen):
    CSU/Wählergemeinschaft: 9 (7/2)
    Die Linke: 6 (4/2)
    Bürgerliste: 8 (6/2)

north