Landratsamt Ansbach setzt auf mehr Klimaschutz beim Parken | FLZ.de

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Veröffentlicht am 09.02.2023 14:24

Landratsamt Ansbach setzt auf mehr Klimaschutz beim Parken

Nach einer Renovierung dürfen die Beschäftigten des Landratsamt nun wieder ihre Fahrzeuge auf dem Parkdeck abstellen. Die Möglichkeiten zum Laden von Elektroautos werden ausgebaut. (Foto: Thomas Schaller)
Nach einer Renovierung dürfen die Beschäftigten des Landratsamt nun wieder ihre Fahrzeuge auf dem Parkdeck abstellen. Die Möglichkeiten zum Laden von Elektroautos werden ausgebaut. (Foto: Thomas Schaller)
Nach einer Renovierung dürfen die Beschäftigten des Landratsamt nun wieder ihre Fahrzeuge auf dem Parkdeck abstellen. Die Möglichkeiten zum Laden von Elektroautos werden ausgebaut. (Foto: Thomas Schaller)

Die Mitarbeiter des Landratsamts können jetzt wieder auf dem Parkdeck der Behörde ihre Autos abstellen. Auf der sanierten Fläche stehen nun weit mehr Ladestellen für Elektroautos zur Verfügung. Nach einer Bestandsaufnahme des Energieverbrauchs arbeitet die Behörde Maßnahmen aus, um ihren Kohlendioxidausstoß zu verringern.

Die Sanierung des Parkdecks wird deutlich billiger als ursprünglich gedacht. Im Haushalt waren 1,7 Millionen Euro vorgesehen, die Kostenberechnung ergab knapp 1,4 Millionen Euro. Aktuell fehlen nur noch die Fußgängertreppe sowie die Anpassung der Absturzsicherung und die Kostenprognose liegt bei 1,15 Millionen Euro.

Nach den Worten von Sachgebietsleiter Martin Fellner im Bau- und Verkehrsausschuss des Kreistags wurden die Einsparungen erzielt, weil auf ein neues Schutzverfahren gesetzt wurde. Dabei kommt dauerhaft Niederspannungsstrom zum Einsatz. Die Spannung sorgt dafür, dass Beton und Stahl nicht weiter korrodieren. Wie hoch die laufenden Kosten sein werden, ist laut Fellner noch offen. Erwartet wird ein „niedriger vierstelliger Betrag“ im Jahr.

Auf den Dächern ist die Montage billiger

Zunächst war auch über eine Photovoltaikanlage auf dem Parkdeck nachgedacht worden. Es erwies sich jedoch als wirtschaftlicher, die Panels auf dem Haupt-Dienstgebäude des Landratsamts zu montieren und in diesem Zug das Dach teilweise zu sanieren. Voraussichtlich liegen die Kosten bei 210.000 Euro.

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Dazu kommen 178.000 Euro für die Erweiterung auf 20 Ladepunkte, die zudem eine höhere Kapazität haben als bisher. Derzeit können die Mitarbeiter die vorhandenen Stromtankstellen gegen eine individuell errechnete Pauschale nutzen. Künftig, so Fellner, wäre auch eine Abrechnung nach Kilowattstunden möglich. Je nachdem, wie viel Solarstrom zur Verfügung steht, kann die Ladeleistung pro Station angepasst werden.

Mit einer Reihe weiterer Maßnahmen will das Landratsamt seinen Kohlendioxidausstoß verringern. Grundlage bildet eine Bestandsaufnahme, bei der der aktuelle Energieverbrauch des Haupt-Dienstgebäudes bilanziert wurde.

Bereits umgesetzt wurden die Installation einer weiteren Photovoltaikanlage, die Absenkung der Raumtemperaturen, sowie die Abschaltung der Warmwasserbereitung. Gespart werden kann auch durch eine Erhöhung der Soll-Temperaturen in den Serverräumen. Die Computer dort erzeugen viel Wärme, so dass eine Kühlung erforderlich ist, damit die Geräte keinen Schaden nehmen. Geprüft wird nun, ob sie etwas mehr vertragen würden.

Umstieg auf Hackschnitzelheitzung

Geplant ist unter anderem der Umstieg von der Gas- auf eine Hackschnitzelheizung. Die Umrüstung auf LED-Leuchtmittel wird fortgesetzt. Die ÖDP-Fraktion hatte außerdem beantragt, dass der Landkreis prüfen sollte, ob es Sinn macht, Parkplätze mit Photovoltaikanlagen zu überdachen.

Der Landkreis prüfe schon bisher regelmäßig, wo Photovoltaik wirtschaftlich für den Eigenbedarf genutzt werden kann, erklärte Fellner. In der Regel sei es aber nicht nötig, teure Unterkonstruktionen – wie die Überdachung von Parkplätzen – zu bauen, weil die benötigte Leistung auf den Dächern montiert werden könne.

Die Möglichkeiten würden aber in jedem Einzelfall untersucht. Aktuell würden das Gymnasium Windsbach und die Realschule Feuchtwangen geprüft. Der Ausschuss bestätigte daraufhin einstimmig einen früheren Beschluss zur Förderung der Photovoltaik und lehnte den ÖDP-Antrag ansonsten ab.


Thomas Schaller
Thomas Schaller
Redaktion Westmittelfranken/Landkreis Ansbach
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