Noch nichts vor in Rotterdam? Ab dem 16. Mai lohnt sich vielleicht ein Blick in den Stadtteil Katendrecht am Ufer der Nieuwe Maas: Dort eröffnet das Fenix – ein Museum, das sich mit Migration aus künstlerischer, historischer und persönlicher Perspektive beschäftigt.
Neben den Ausstellungen fällt vor allem ein Element ins Auge: Eine begehbare Plattform auf dem Dach, die Fenix wegen ihrer Form „Tornado“ nennt. Wer sie erklimmt, bekommt mehr zu sehen als nur die Stadt.
Im Zentrum des Gebäudes steht die große Treppenskulptur aus Edelstahl und Holz. Sie verbindet mehrere Ebenen und führt hinauf auf das Museumsdach. Der Aufstieg erfolgt über zwei gegenläufige Treppenläufe, deren Wege sich immer wieder kreuzen.
Die Gestaltung soll die Vielfalt von Wegen und Erfahrungen aufzeigen – auch im übertragenen Sinne. Wer oben ankommt, kann dann natürlich die Aussicht auf das Wasser, das Hafengebiet und die umliegenden Stadtteile genießen.
Das Museum liegt an einem historischen Ort: Im 19. Jahrhundert legten von hier Schiffe mit Auswanderern in Richtung Nordamerika ab, wie das niederländische Tourismusbüro erklärt.
Diese Vergangenheit greift das Fenix auf – etwa in der Installation „Das Kofferlabyrinth“ mit mehr als 2.000 Koffern oder in der Ausstellung „Family of Migrants“, die individuelle Migrationsgeschichten aus verschiedenen Ländern und Epochen erzählt. Auch aktuelle Perspektiven auf das Thema finden dort ihren Platz.
Das Kunstmuseum befindet sich zehn Gehminuten von der U-Bahnstation Rijnhaven entfernt und wird von Dienstag bis Sonntag geöffnet sein. Tickets sind ausschließlich online über die Website des Museums erhältlich. Der Eintritt kostet regulär 15 Euro, zwischen 18 und 25 Jahre sind es 7,50 Euro - alle unter 18 zahlen nichts, müssen aber dennoch ein Ticket buchen.
Aufgrund begrenzter Parkmöglichkeiten empfiehlt sich die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln, Fahrrad oder Wasser-Taxi. Gut zu wissen: Das Gebäude ist barrierefrei zugänglich, inklusive rollstuhlgerechtem Zugang zur Dachplattform. Besucherinnen und Besucher mit Mobilitätseinschränkung können kostenlos eine Begleitperson mitnehmen.
© dpa-infocom, dpa:250403-930-422709/1