Hortensien sind wahre Stars im Garten oder auf dem Balkon. Sie überzeugen mit prachtvollen Blüten und einer langen Blütezeit. Für sie beginnt jetzt eine wichtige Phase: Egal, ob im Beet oder im Kübel – nun wird der Grundstein für gesunde Pflanzen und üppige Sommerblüten gelegt.
Gepflanzt werden Hortensien nach Angaben des Industrieverbands Agrar (IVA), sobald der Boden frostfrei ist. Bis zum Sommer haben sie dann genügend Zeit, kräftige Wurzeln zu bilden. Sie mögen es halbschattig, idealerweise mit Sonne am Morgen oder Abend. Der Boden sollte viele Nährstoffe enthalten, reich an Humus und leicht sauer sein – ein pH-Wert unter 7 ist günstig.
Mit einem einfachen Bodentest aus dem Gartencenter lässt sich der pH-Wert herausfinden. Ist er zu hoch, kann spezielle Hortensienerde helfen. Übrigens hängt auch die Blütenfarbe vom Säuregrad des Bodens ab:
Vor dem Pflanzen den Wurzelballen gründlich wässern - das Pflanzloch sollte dann etwa doppelt so groß sein wie der Ballen. Nach dem Einsetzen kräftig angießen. Eine Mulchschicht hält die Feuchtigkeit im Boden.
Für Hortensien im Kübel empfiehlt sich ein ausreichend großes Gefäß mit Abflussloch. Eine Drainageschicht aus Blähton oder Kies verbessert den Wasserabzug. Hortensien im Topf stehen am besten halbschattig und windgeschützt.
Wer bereits Hortensien im Garten hat, kann sie zu Beginn der Saison zurückschneiden – idealerweise, wenn keine starken Fröste mehr drohen und die Pflanzen noch nicht ausgetrieben haben. Wie stark zurückgeschnitten wird, hängt laut IVA vom jeweiligen Blühverhalten ab:
Bauern-, Teller-, Samt-, Eichenblatt- und Kletterhortensien werden im Frühjahr nur vorsichtig zurückgeschnitten, da sonst die Blüte ausbleiben kann. Dafür die alten Blütenstände knapp über dem ersten gesunden Knospenpaar entfernen - ebenso abgestorbene und schwache Triebe.
Rispen- und Schneeballhortensien brauchen hingegen einen kräftigen Rückschnitt, der die Blüte fördert. Dafür werden die Triebe auf wenige Knospenpaare eingekürzt. So treiben die Pflanzen kräftig aus und bilden große Blütenstände – ein zu zaghafter Schnitt sorgt für schwächere Blüten.
Schnittfehler vermeiden: „Wer unsicher ist, welche Hortensienart im eigenen Garten wächst oder wie stark geschnitten werden darf, sollte sich im Gartencenter oder Fachhandel beraten lassen“, so Maik Baumbach vom IVA.
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