Peter Marsch alias der „Eisvogel” ist inzwischen fester Bestandteil des Kulturgärtla auf dem Ansbacher Altstadtfest. In seinem Eis-Stand kann er gleich zwei Hobbys ausleben: Eis verkaufen und Bauchsprechen mit seiner Handpuppe Joschi.
Auf die Frage, warum sein Stand am Kulturgärtla „Der Eisvogel” heißt, sagt Peter Marsch: „Da muss ich erstmal meinen Chef holen.” Der Chef, das ist die Handpuppe Joschi, die er unterm Tresen hervorholt und der der Hobby-Bauchredner seine Stimme leiht. Seit vier Jahren ist der „Eisvogel” aus Aurach beim Kulturgärtla dabei und bietet original dänisches Vanille-Eis mit verschiedenen Toppings an: „Ich bin froh, dass ich hier sein darf, es ist so familiär und freundschaftlich.”
Etwa acht Wochenenden im Sommer ist Peter Marsch mit seinem Eis-Stand in der Region unterwegs. Leben kann der 59-Jährige, der als Auslieferungsfahrer arbeitet, davon natürlich nicht. „Ich liebe einfach Eis und habe immer davon geträumt, eine Eisdiele zu haben.” Immerhin, ein liebevoll zum Eis-Stand umgebauter Anhänger ist es geworden.
Und Peter Marsch kann seine zwei Hobbys – Eis verkaufen und Bauchreden – miteinander verbinden. Unterm Jahr wird er für Geburtstage, Firmenfeiern oder Hochzeiten gebucht, beim Ansbacher Altstadtfest ist Joschi natürlich auch im Einsatz.
„Der Kinder fragen immer: ,Ist der Joschi auch da?'” Und dann tritt der bunte Vogel, der dem Eis-Stand den Namen gegeben hat, mal wieder auf. „Alle Kinder lieben Joschi”, sagt der Vater zweier erwachsener Kinder (26 und 28 Jahre alt), „mir macht es Spaß und die Eltern sind begeistert.”
Da kann es schon mal vorkommen, dass der Kauf einer Eistüte ein wenig länger dauert.