Heilsbronn ist Stromexporteur: „massiver Zubau“ bei Balkonanlagen | FLZ.de

foobarious
arrow_back_rounded
Lesefortschritt
Veröffentlicht am 30.07.2024 16:00

Heilsbronn ist Stromexporteur: „massiver Zubau“ bei Balkonanlagen

Bei Trachenhöfstatt erzeugt eine Freiflächenanlage jedes Jahr etliche Millionen Kilowattstunden Strom. Im Heilsbronner Stadtgebiet gibt es mehrere Anlagen dieser Größe. (Foto: Eckard Dürr)
Bei Trachenhöfstatt erzeugt eine Freiflächenanlage jedes Jahr etliche Millionen Kilowattstunden Strom. Im Heilsbronner Stadtgebiet gibt es mehrere Anlagen dieser Größe. (Foto: Eckard Dürr)
Bei Trachenhöfstatt erzeugt eine Freiflächenanlage jedes Jahr etliche Millionen Kilowattstunden Strom. Im Heilsbronner Stadtgebiet gibt es mehrere Anlagen dieser Größe. (Foto: Eckard Dürr)

In Bezug auf die elektrische Energie ist Heilsbronn ein Stromexporteur. Die Stromerzeugung im Stadtgebiet ist um mehr als ein Drittel höher als der Stromverbrauch. Vor allem PV-Anlagen sorgen für die positive Bilanz.

Im Bereich der Autobahn A6 und der Bahnlinie nach Nürnberg erzeugen große PV-Anlagen Energie, die ins Netz der N-Ergie eingespeist wird. Insgesamt listet der Regionalversorger für die kleinen Stadtteile – diese werden nicht von den Stadtwerken bedient – 359 Sonnenstromanlagen, fünf Biogasanlagen und ein Wasserkraftwerk als nachhaltige Energiequellen auf.

Massiver Zubau bei Balkonanlagen

Im Netzgebiet der Stadtwerke (Kernstadt und Weiterndorf) sind aktuell 461 PV-Anlagen am Netz. Vor allem bei Balkonanlagen habe es innerhalb eines Jahres einen „massiven Zubau“ gegeben, so Stadtwerkeleiter Christian Dobras.

Wie aus dem Halbjahresbericht an den Stadtrat hervorgeht, wurden im Stadtgebiet innerhalb eines Jahres rund 57 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugt. Der Stromverbrauch beläuft sich hingegen auf 36 Millionen Kilowattstunden, eine Reduzierung von etwa 45 Prozent innerhalb eines Jahrzehnts. Wie Werkeleiter Dobras bestätigte, ist der Grund vor allem das Ende der Produktion von zwei großen Kunststoff verarbeitenden Unternehmen.

Auf Lieferungen des Regionalversorgers angewiesen

Dass Heilsbronn trotz des Stromüberschusses auf Lieferungen des Regionalversorgers angewiesen ist, liegt an mangelnden Speichermöglichkeiten. Leider hinke die Technik bundesweit in diesem Bereich hinterher, bedauerte Bürgermeister Dr. Jürgen Pfeiffer im Stadtrat. Kritisch äußerte er sich zu den Bemühungen von Investoren, ein Ladenetz für die Elektromobilität zu bauen, weil damit jetzt Gewinne erzielt werden könnten.

Das könnte Sie auch interessieren

Bisher hätten in diesem Bereich Stadtwerke Pionierdienste geleistet. Das werde nicht honoriert. In Heilsbronn betreiben die Stadtwerke fünf öffentliche Ladesäulen. Sie sind Mitglied in einem Ladeverbund, dem 67 Stadt- und Gemeindewerke angeschlossen sind.


Von Eckard Dürr
north