Fritz Heubeck ist als Vorsitzender des Seniorenbeirats der Stadt Ansbach bekannt. Als Budenbetreiber „Fritzi-Bubi” gilt er als Original des Weihnachtsmarkts. Auch Archivarbeit ist sein Metier. Er stellte ein „Chronologisches Geschichtsbuch des Ansbacher Weihnachtsmarktes” zusammen. Dieses übergab er der Staatlichen Bibliothek.
Die Texte und Bilder reichen von 1833 bis 2008. Ob jemand eine Bude falsch aufstellte oder ob es darum geht, zum Markt zugelassen zu werden: Geschichten von früher ähneln denen von heute, wie der umtriebige Fritz Heubeck lächelnd erzählt.
Auch ein Vorwort verfasste der 69-Jährige. Das Exemplar in der Bibliothek ist eines von nur zweien. Das zweite behält er selbst. „Es hat Spaß gemacht, aber es war auch eine Riesenarbeit”, legt er dar. Bestimmt anderthalb Jahre war er damit beschäftigt. Die Dokumentation über die Budenstadt stammt schon von 2008.
„Wir sind darauf zu sprechen gekommen”, berichtet der Leiter der Staatlichen Bibliothek, Christian Mantsch. Er wollte das Exemplar für die Bibliothek, „weil es doch eine wichtige Quelle ist”. Wie geht es weiter? „Im Moment bin ich dabei, von 2008 an weiterzuschreiben”, stellt Fritz Heubeck fest, „ich bin jetzt beim Sammeln.”
Anlaufpunkte für die Recherche waren und sind für ihn das Stadtarchiv, das Staatsarchiv Nürnberg und das Archiv der Fränkischen Landeszeitung. Was die Tradition des Weihnachtsmarkts vor 1833 betrifft, interessiert sie ihn ebenfalls. Aber er kommt derzeit nicht weiter. „Die Überlieferung ist auch nicht immer so gut”, gibt Christian Mantsch zu bedenken. Dranbleiben will Fritz Heubeck jedoch auf alle Fälle.