Erste Hilfe bei Bienen- und Wespenstichen: So geht’s richtig | FLZ.de

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Veröffentlicht am 31.08.2026 10:02

Erste Hilfe bei Bienen- und Wespenstichen: So geht’s richtig

Süßes lockt Wespen oder Bienen an. Jetzt heißt es: Ruhig bleiben und die Tiere nicht verärgern. (Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/dpa-tmn)
Süßes lockt Wespen oder Bienen an. Jetzt heißt es: Ruhig bleiben und die Tiere nicht verärgern. (Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/dpa-tmn)
Süßes lockt Wespen oder Bienen an. Jetzt heißt es: Ruhig bleiben und die Tiere nicht verärgern. (Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/dpa-tmn)

Ein farbenfrohes Kleid wie bei Moderatorin Andrea Kiewel im ZDF-„Fernsehgarten“, ein süßes Stück Kuchen, ein offenes Getränk. Schnell ist da auch noch im ausgehenden Sommer eine Biene oder Wespe zur Stelle - es könnte ja etwas Leckeres zu essen sein. Bei vielen sorgt das für Unbehagen, das Tierchen wird verscheucht. Und wenn sie sticht? Dann heißt es erstmal: Biene oder Wespe?

Was hat mich gestochen?

Steckt noch ein Stachel mit einem kleinen Säckchen dran in der Einstichstelle, dann ist es mit großer Wahrscheinlichkeit ein Bienenstich. Wespen lassen keinen Stachel zurück.

Den festsitzenden Bienenstachel entfernt man am besten mit einer Kreditkarte oder ähnlichen Gegenständen. Einfach abschaben, nicht herausziehen, keinen Druck ausüben, damit nicht noch mehr Gift in die Wunde übergeht, erklärt die Stiftung Gesundheitswissen.

Schnelle Wundversorgung und viel Disziplin

Ist der Stachel raus, wird die Einstichstelle gereinigt und wenn möglich desinfiziert. Anschließend heißt es: stark bleiben. Und nicht kratzen, auch wenn es juckt. Sonst könnte sich die Stichwunde entzünden. Spezielle Salben, Gele oder Pflaster aus der Apotheke oder dem Drogeriemarkt helfen, wenn es zu sehr juckt.

Kühlen oder Hitze - Warum nicht beides?

Beim Bienen- oder Wespenstich heißt es oft: kühlen, kühlen, kühlen. Und das ist auch richtig, denn so werden die Schmerzen gelindert und die Schwellung bleibt im Rahmen. Zum Kühlen kann man kaltes Wasser oder Eiswürfel nutzen, rät die Stiftung Gesundheitswissen. Außerdem auch Kühlpacks mit Gel - die kann man im Kühlschrank bereithalten. Wichtig: Zu kalt ist nicht gut. Daher Kühlpacks oder Eiswürfel nicht direkt auf die Haut auflegen. Sonst droht zum Insektenstich noch Ungemach durch Kälteschäden.

Die Zeitschrift „Öko Test“ hat aber noch einen Rat: Erst einmal kann Wärme helfen. Genauer: eine Temperatur von mehr als 50 Grad. Dadurch können die Eiweißmoleküle im Insektengift zersetzt werden - das lindert die Wirkung des Giftes. Dafür kann man etwa einen elektrischen Stichheiler nehmen, aber auch den heißen Boden einer Kaffeetasse oder heißes Wasser. Je eher nach dem Stich die Hitze kommt, umso besser. Die Hitzeanwendung darf natürlich nur kurz dauern, damit es nicht zu Verbrennungen kommt. 

Bienenstich oder Wespenstich: Wann ist es ein Fall für den Arzt?

Ein Insektenstich ist dann ein Fall für die Profis, wenn Biene oder Wespe im Mund oder am Hals zugestochen haben. Das kann zu starken Schwellungen von Schleimhäuten oder Zunge führen - Atemnot droht. Die Stiftung Gesundheitswissen rät in solchen Fällen: sofort den Notruf wählen. Bis der Rettungsdienst eintrifft, kann man Eis oder Eiswürfel lutschen. Das kann die Schwellung aufhalten. 

Schnelles Handeln ist auch gefragt, wenn eine sogenannte Anaphylaxie auftritt. Das ist eine akute allergische Reaktion, die sich zum Beispiel durch Atemnot, Schwindel, Herzrasen, Übelkeit oder Bewusstlosigkeit ausdrückt. 

Auftreten kann sie laut Allergieinformationsdienst binnen Minuten nach dem Stich, also dem Kontakt mit dem Allergen. Wer bei sich oder anderen diese Beschwerden nach einem Stich bemerkt, sollte ebenfalls den Notruf wählen. Bei bereits bekannten Allergien: Notfallset nicht vergessen.

Moderatorin Andrea Kiewel hat den Insektenstich vor laufender Kamera übrigens gut überstanden. In einer Story auf Instagram gab der „Fernsehgarten“ Entwarnung.

© dpa-infocom, dpa:260831-930-608055/1


Von dpa
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