Ein Theaterstück über den Ansbacher Widerstandskämpfer Robert Limpert | FLZ.de

foobarious
arrow_back_rounded
Lesefortschritt
Veröffentlicht am 11.02.2026 17:45

Ein Theaterstück über den Ansbacher Widerstandskämpfer Robert Limpert

Zeitebenen mischen sich in dem Theaterstück. Hier treffen ein Mädchen und der junge sowie der etwas ältere Limpert aufeinander – eine Szene mit Luzia Aue, Merlin Nestler (Mitte) und Lukas Aue. (Foto: Martin Stumpf)
Zeitebenen mischen sich in dem Theaterstück. Hier treffen ein Mädchen und der junge sowie der etwas ältere Limpert aufeinander – eine Szene mit Luzia Aue, Merlin Nestler (Mitte) und Lukas Aue. (Foto: Martin Stumpf)
Zeitebenen mischen sich in dem Theaterstück. Hier treffen ein Mädchen und der junge sowie der etwas ältere Limpert aufeinander – eine Szene mit Luzia Aue, Merlin Nestler (Mitte) und Lukas Aue. (Foto: Martin Stumpf)

Das Theaterstück „Limpert – 20 Minuten Frühling” wird wiederaufgenommen. Nach dem großen Erfolg im Herbst sind nun zwei weitere Vorstellungen angesetzt: am Mittwoch, 25. Februar, und Donnerstag, 26. Februar. Gespielt wird an verschiedenen Stationen im Gymnasium Carolinum, in der einstigen Schule des Widerstandskämpfers Robert Limpert.

Entstanden war die Eigenproduktion des freien Ansbacher Theaterensembles Spiel.Werk im Rahmen einer Veranstaltungsreihe der Stadt Ansbach zur Erinnerung ans Ende des Zweiten Weltkrieges vor 80 Jahren, an dessen Schrecken und die Gräueltaten der Nazis. Das Theaterstück über den jungen Widerstandskämpfer, den die NS-Schergen wenige Stunden vor dem Kriegsende in Ansbach ermordeten, wurde zu einem spannenden und beklemmenden Höhepunkt in dem Gedenkprogramm. Die Vorstellungen im Herbst waren alle ausverkauft.

Geschrieben hat das Stück der Autor Florian Bald, der vor rund drei Jahrzehnten am Carolinum Abitur gemacht hat und in Berlin lebt. Florian Bald arbeitete ebenso wie der Ansbacher Stefan Kammerer, Komponist und musikalischer Leiter bei der Produktion, bereits mehrfach mit Spiel.Werkzusammen. Regie führte Daniela Aue.

Hinrichtung durch NS-Kommandant Meyer

Der Titel „Limpert – 20 Minuten Frühling” deutet an, dass an Limperts Todestag, am 18. April 1945, der Frühling in der Luft lag und die neue Zeit des Friedens kurz bevorstand. Und dass der fanatische NS-Kommandant Ernst Meyer die Hinrichtung des 19-Jährigen innerhalb weniger Minuten in einem Schnellverfahren vollzog. Was in Meyer dabei vorgegangen sein könnte, warum er so erbarmungslos gehandelt haben könnte – auch das macht das Stück zum Thema.

Bei der Musterung (von links): eine Szene aus „Limpert – 20 Minuten Frühling“ mit Matthias Eberle, Lukas Aue, Luzia Aue und Merlin Nestler. (Foto: Martin Stumpf)
Bei der Musterung (von links): eine Szene aus „Limpert – 20 Minuten Frühling“ mit Matthias Eberle, Lukas Aue, Luzia Aue und Merlin Nestler. (Foto: Martin Stumpf)

Uraufführung in Ansbach: „Limpert – 20 Minuten Frühling“

Das Theater Spiel.Werk inszeniert Florian Balds Stück über den Widerstandskämpfer als eindrucksvolles Stationendrama an dessen ehemaliger Schule, dem Carolinum.
12.10.2025 19:00
query_builder5min

Die Produktion verbindet Schauspiel mit Musik und Gesang sowie Tanz und Akrobatik – all das in der düsteren Atmosphäre des nächtlichen Schulgebäudes. Das Carolinum ist nicht nur Aufführungsort, sondern mit dem etwa 40-köpfigen Kammerchor unter der Leitung von Franziska Argmann auch aktiv beteiligt. Zudem wirken – neben zwei professionellen Schauspielern und einer Schauspielerin – die Tänzerin Luzia Aue und der Cellist Julius Uebelhör mit. Die beiden jungen Leute besuchen die Oberstufe am Carolinum. Ein weiterer Darsteller, Merlin Nestler, ist Schüler am Platen-Gymnasium.

Das könnte Sie auch interessieren
Lachen, bis die Tränen kommen: „Eine Mords-Freundin” in DinkelsbühlGezupfte Grüße aus Fernost: 30 Japanerinnen musizieren im Kaisersaal in RothenburgSaisonstart in Rothenburg: Was das Toppler-Theater mit einem Jeep zu tun hatAnsbacher Alltag vor 100 Jahren: Mit Bubikopf und HängekleidchenWaschmaschine für Kreuzgang-Ensemble: Praktische Hilfe vom FördervereinLandestheater Dinkelsbühl: „Kohlhiesls Töchter“ mit Musik und HintersinnWechselhafte Geschichte: Feuerwehr Ermetzhofen feiert 150-jähriges BestehenHeimatmuseum Dietenhofen wirbt für gemeinsame Großeltern-Enkelkind-BesucheUnmut über die Gastronomie in den drei Gasthäusern im Freilandmuseum Bad WindsheimTheaterspaziergang der Kreuzgangspiele: Spannende Ecken und nahes SchauspielDer „Vater der ungarischen Komponisten”: Wie Hans von Koessler nach Ansbach kam64 Meter Gleis: „Großer Bahnhof” beim Historischen Verein Bad WindsheimAusstellung in Flachslanden: Heimatverein erzählt die Geschichte der SchürzeGedenkfeier für Johann Peter Uz in Ansbach – Neue Büste enthüllt„Mammutaufgabe” in Rothenburg: Millionenprojekt in der Altstadt ist abgeschlossen

Verschiedene Spielstationen im Carolinum

Geeignet ist das Stück für Besucherinnen und Besucher ab etwa 14 Jahren. Pro Vorstellung können rund 50 Personen dabei sein. Sie bewegen sich gemeinsam zu den verschiedenen Spielstationen im Schulhaus: von der Aula in den ersten Stock und in mehrere Räume. Finanziell gefördert wurde das Projekt von Stiftungen, Unternehmen und Organisationen sowie vom Bezirk Mittelfranken und vom Kulturfonds Bayern. Bei einem Sponsorentreffen im Carolinum dankten die Regisseurin Daniela Aue und Oberbürgermeister Thomas Deffner allen Unterstützern und dem Gymnasium für die gute Zusammenarbeit, wie es in einer Pressemitteilung heißt.

Die Vorstellungen am 25. und 26. Februar beginnen um 19.30 Uhr. Weitere Informationen und Karten unter www.spielwerk-an.de


Lara Hausleitner
Lara Hausleitner
Redakteurin für Lokales und Kultur - und Reisende aus Leidenschaft.

"I have never written a word that did not come from my heart. I never shall."
Nellie Bly
north