Mit der Ruhe in der Dinkelsbühler Bauhofstraße war es am Montagabend gegen 20 Uhr vorbei, als mehrere Feuerwehrfahrzeuge mit Blaulicht in Richtung Alter Bauhof rasten und vor dem Zeughaus der Kinderzeche stoppten. Von dort war der Rauch schon von Weitem zu sehen.
Weiße Schwaden quollen aus dem Seiteneingang, durch den die Einsatzkräfte dann in das Gebäude rannten, in dem das Museum des Dinkelsbühler Heimatfestes untergebracht ist, aber auch Büroräume und die Werkstätten und das Lager der Kostüme und Requisiten. Durch die Rauchentwicklung wirkte der Einsatz realistisch.
Denn das Ausrücken der Dinkelsbühler Feuerwehr war eine umfassende Übung, wie Philipp Kamm der FLZ versicherte. Zu löschen galt es nicht nur den angenommenen Brand. In dem historischen Gebäude waren auch sechs vermisste Personen zu finden, darunter zwei Kinder.
Die Herausforderungen waren neben dem dichten Rauch, der die Sicht der Einsatzkräfte behinderte, aber auch schwierige Zugänge. An der Übung beteiligt waren Atemschutzgeräteträger und auch die Drehleiter kam zum Einsatz.
Solche Szenarien sollen den Aktiven der Dinkelsbühler Feuerwehr helfen, ihre Abläufe zu trainieren, die Kommunikation während eines möglichen Einsatzes zu verbessern und im Ernstfall noch schneller und effizienter helfen zu können.
Nach getaner Arbeit trafen sich die Beteiligten zu einer Begehung des Gebäudes, bei der die für Ernstfälle relevanten Besonderheiten im Fokus standen. Das sei wichtig, um in einer Notsituation effizient helfen zu können, hieß es am Rande der Großübung.
Im Kinderzech-Zeughaus werden die originalgetreuen Kostüme und die Ausstattung gelagert und ausgestellt. Die Einrichtung versteht sich als Stätte der tätigen Vermittlung von Heimat- und Brauchtumspflege. Dort finden aber auch für standesamtliche Trauungen statt, an denen bis zu 200 Personen teilnehmen. Darüber hinaus gibt es während der Kostüm-Ausgabe- und Abgabezeiten regen Publikumsverkehr.