Nachdem die Fraktionen von CSU, SPD und UB (Unabhängige Bürger) bereits eine gemeinsame Liste für die Kommunalwahl im März aufgestellt haben, nominierten sie jetzt ihren Kandidaten für das Amt des Bürgermeisters. Sie schicken Amtsinhaber Tobias Strauß erneut ins Rennen.
Wilhelm Hintermeier, Fraktionsvorsitzender der CSU im Gemeinderat, begrüßte die anwesenden Mitglieder der Gruppierungen und weitere Interessierte. Die Zukunft der Gemeinde brauche „Menschen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen“, sagte er. Tobias Strauß habe in den vergangenen Jahren bewiesen, dass er die Gemeinde voranbringe.
Versammlungsleiter war Martin Piott, Bürgermeister der Gemeinde Bretzfeld, der Strauß von dessen Ausbildungszeit kennt. Piott vermeldete 21 Wahlberechtigte. Anschließend begründeten die Fraktionen ihre Entscheidung, Strauß zu nominieren. Caroline Ludwig-Schönig von den (UB) verglich Strauß mit einem Trainer. Die Gemeinde verdanke ihm eine „erfolgreiche Mannschaft“, um die man von anderen Gemeinden beneidet werde. Sie plädiere deshalb mit ihrer Fraktion dafür, „den Vertrag zu verlängern“.
Für die SPD sprach sich deren Fraktionsvorsitzender Klaus Mittelmeier für Strauß aus, weil es diesem gelungen sei, unterschiedliche Positionen zusammenzubringen. Die Gemeinde brauche auch für die nächsten sechs Jahre „eine verlässliche Hand“ an der Spitze, weil „wir gemeinsam noch einiges vorhaben“. Für die CSU erklärte Wilhelm Hintermeier, dass die vergangenen sechs Jahre ausgesprochen erfolgreich verlaufen seien. Der Bürgermeister habe nicht nur organisiert, sondern gestaltet. Ein fertig erschlossenes Baugebiet, ein neuer Kindergarten und zahlreiche sanierte Straßen würden seine Handschrift tragen. Mit der Nominierung verbinde seine Fraktion den Wunsch, dass Strauß weiterhin mit derselben „Energie, Klarheit und Freude“ seine Aufgaben angehen werde.
Strauß erinnerte in seiner Präsentation an die Grundsätze, mit denen er vor sechs Jahren bei der Nominierung angetreten sei und an denen er noch immer festhalte. Er wolle weiterhin an einer offenen und konstruktiven Kommunikation festhalten und damit die Voraussetzung für eine sach- und zielorientierte Gremiumsarbeit schaffen. Für seine künftige Arbeit setze er weiter auf „Aktion statt Reaktion“. Er setze zudem auf Innovation, Fachkompetenz und Menschlichkeit. Seine Handlungsmaxime bleibe „offen, ehrlich und menschlich – zum Wohle der Gemeinde Schnelldorf“. Das Ziel bleibe unverändert eine starke und solidarische Gemeinschaft.
Die Wahl ergab 21 Ja-Stimmen. Anschließend unterzeichneten zwölf Wahlberechtigte den Wahlvorschlag für Tobias Strauß. Martin Piott forderte die Anwesenden dazu auf, ihre Mitbürger zu ermuntern, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen.
Strauß dankte den drei Gruppierungen für die Unterstützung und das erneute Vertrauen sowie seiner Frau Steffi und den vier Kindern, ohne deren Verständnis und Geduld er seine Kraft nicht in dem Maße für die Gemeinde einsetzen könne.
Wilhelm Hintermeier warnte in seinem Schlusswort davor, sich mit Visionen zu begnügen. Der gemeinsame Schulterschluss hinter einem Kandidaten sei ein Versprechen an die Bürger: „Wir gehen diesen Weg zusammen konstruktiv und zielorientiert und mit offenem Blick für die Chancen“.