Am Samstag kam es gegen 23.20 Uhr, in der Ansbacher Straße in Emskirchen zu einem hässlichen Zwischenfall, der unter anderem zahlreiche Beschimpfungen beinhaltete. Wie die Polizei dazu berichtet, werde nun wegen des Verdachts der volksverhetzenden Beleidigung ermittelt.
Laut Bericht begannen die Ereignisse im Umfeld der Emskirchener Kirchweih. Ein stark alkoholisierter Mann (deutsch, 36 Jahre) urinierte an eine Hausmauer in der Ansbacher Straße. Als eine Familie – bestehend aus einem Mann, einer Frau und einem sechsjährigen Kind – an ihm vorbeiging, verfolgte der Mann die Gruppe. Wie die Polizei weiter schreibt, habe er sich dabei „in einer unangemessenen Weise” gezeigt und seinen Unterleib entblößt.
Daraufhin kam es zunächst zu einer hitzigen verbalen Auseinandersetzung zwischen dem Mann und dem Familienvater, wobei der 36-Jährige die Familie heftig beschimpfte und zudem mit fremdenfeindlichen Äußerungen wie „Ihr gehört abgeschoben“ sowie „Dafür zahle ich Steuern“ überzog.
Beim Eintreffen der Polizei, so der Pressebericht weiter, habe sich der Mann weiterhin äußerst aggressiv gezeigt. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von rund 2,5 Promille. Aufgrund der Aggressivität und zur Sicherung der Lage musste der Mann gefesselt und zur Dienststelle verbracht werden. Zeugen des Geschehens werden gebeten, sich telefonisch bei der Polizeiinspektion Neustadt unter der Telefonnummer 09161/8853-0 zu melden.
Indirekt im Zusammenhang mit der Emskirchener Kirchweih dürfte auch ein weiterer Zwischenfall stehen, den die Polizei vermeldet. Demnach kam es am Samstagabend in der Bottenbacher Straße in Emskirchen zunächst zu einem lautstarken ehelichen Streit, in dessen Verlauf die 35-jährige Ehefrau das Anwesen verließ. Im Laufe der Nacht, genauer gesagt in den frühen Morgenstunden gegen 3:30 Uhr, kam die nach Polizeiangaben stark betrunkene Frau dann wieder nach Hause.
Dort muss es wohl zu einer weiteren Auseinandersetzung gekommen sein, denn die Frau sei „überraschend aus dem Schlafzimmerfenster gesprungen” und weggerannt, wobei sie von ihrem 32-jährigen Ehemann und seinem Bekannten verfolgt wurde.
Weil die Frau laut um Hilfe schrie, bemerkten Anwohner die Situation und eilten – mit einem Holzknüppel versehen – auf die Straße, um der Frau zu helfen. Dort kam es zunächst zu einer verbalen Auseinandersetzung mit dem 32-jährigen Ehemann und dessen Begleiter mit wechselseitigen Provokationen, bevor die Lage eskalierte und der Streit körperlich ausgetragen wurde. Dabei kam mutmaßlich auch der Holzknüppel zum Einsatz, so dass die entsprechende Polizeimeldung mit „gefährliche Körperverletzung” überschrieben ist.
Mehrere Beteiligte wurden laut Polizeibericht leicht verletzt. Mögliche Zeugen des Vorfalls werden auch in diesem Fall gebeten, sich telefonisch unter der Rufnummer 09161/8853-0 zu melden.