Sprengstoff am Leipziger Flughafen, Drohnen über Militäreinrichtungen, ein Waffendepot bei Berlin: Ausländische Agentinnen und Agenten operieren in Deutschland immer offensichtlicher. Einen klaren Verdacht auf Spionage hatten Ermittler auch, als sie im Frühjahr zwei Männer bei Neuendettelsau stoppten. Doch der Fall ist kompliziert.
Die Festnahme eines Ukrainers und eines Letten an der A6 im Landkreis Ansbach am 12. April hatte bundesweit Schlagzeilen gemacht. Immerhin stellen die deutschen Behörden seit Längerem eine Zunahme von Sabotage- und Überwachungsaktionen auf Bundesgebiet fest. Wenn dann zwei potenziell Involvierte in derartige Aufträge ins Netz gehen, ist die Aufmerksamkeit entsprechend groß.
Das Duo war der Verkehrspolizei im Rahmen einer Kontrolle aufgefallen. In dem Wagen mit lettischem Kennzeichen fanden die Polizisten so einiges an verdächtigem Material: Gefälschte Ausweisdokumente, Kameras, eine Drohne, GPS-Tracker, Funkgeräte, mehrere Mobiltelefone und SIM-Karten führte damals das Bayerische Landeskriminalamt in einer Pressemitteilung auf.
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