Zufrieden, aber nicht euphorisch: Stadt, Händler und Budenbetreiber ziehen eine zufriedenstellende Bilanz zum Weihnachtsmarkt in Ansbach. Daran ändert auch die Witterung nichts, die ihnen an manchen Tagen einen Strich durch die Rechnung machte. Kulturreferentin Nadja Wilhelm äußert sich zudem zu einem Umzugsgerücht.
„Unser Angebot wurde gut angenommen“, berichtet Eva Hausmann, die zusammen mit ihrer Familie regionale Fischspezialitäten verkauft. Besonders häufig wurde nach ihren Worten das Karpfenknusper von Stammkunden und Laufkundschaft nachgefragt. Es habe sich auf jeden Fall gelohnt, mit einer Bude auf dem Weihnachtsmarkt, der noch bis 21 Uhr an diesem Samstag geöffnet ist, vertreten gewesen zu sein.
Etwas zurückhaltender äußert sich Fritz „Fritzi-Bubi“ Heubeck. „Dass es uns die letzten Tage so verhagelt, hat natürlich keiner vorhersehen können“, sagt er. „Aber das ist bei einem Marktgeschehen eben so.“ Dies müsse man mit einkalkulieren. Der Weihnachtsmarkt war in diesem Jahr für ihn okay, wie er berichtet. Zumindest unglücklich findet Heubeck die Regelung, dass mittlerweile jeder Budenbetreiber alles verkaufen darf und es keine Trennung mehr gibt.
„Wir sind zufrieden“, sagen Helga und Herbert Weber vom Candela Kerzenhaus. „Kerzen gehen immer.“ Wenn das aktuelle Regenwetter nicht wäre, würde ihre Bilanz noch besser ausfallen. „Die letzten drei Tage vor Weihnachten sind eigentlich die umsatzstärksten“, berichten sie.
„Es war okay“, äußert sich Gerlinde Papert von der Pyramide. Bis auf die vergangenen Tage sei es optimal gelaufen. Glüh-Gin und der weiße Glühwein waren hier die Verkaufsschlager.
Und wie sieht die Stadt Ansbach die diesjährige Auflage? „Grundsätzlich bin ich schon zufrieden, dass das Angebot angenommen wurde“, sagt Kulturreferentin Nadja Wilhelm. Besondere Publikumsmagnete waren ihr zufolge die Weihnachtsausstellung, die Handwerkerkrippe, die Schmiedeweihnacht und das Angebot der Jungen Kunstschule.
Bei den Händlern gebe es ein durchmischtes Bild, so ihre Einschätzung. Vor allem die Fieranten, die Waren anbieten, haben ihr zufolge Schwierigkeiten gehabt. „Das ist aber nicht nur in Ansbach so.“ Soweit Wilhelm weiß, lief es bei den Essensangeboten besser mit den Umsätzen.
Nach dem Weihnachtsmarkt ist vor dem Weihnachtsmarkt. Dieses Motto gilt auch für die städtische Kulturreferentin, die sich mit den Beteiligten zusammensetzen und überlegen will, wie man die Veranstaltung weiterentwickeln kann.
In diesem Zusammenhang räumt Wilhelm auch mit einem Gerücht auf, das derzeit die Runde macht. Demnach soll es Überlegungen geben, den Markt vom Montgelasplatz hin zum Markgrafenmuseum zu verlegen. „Wir denken nicht über einen Umzug nach“, betont die Kulturreferentin. Martin-Luther-Platz und Montgelasplatz seien die zentralen Orte für den Markt.
Gleichwohl soll es Veränderungen geben, um eine Verbindung zum Markgrafenmuseum – Stichwort Handwerkerkrippe – herzustellen, wie sie ausführt.