Wieseth im Blick: Für die kommenden Herausforderungen gewappnet | FLZ.de

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Veröffentlicht am 07.03.2026 06:00

Wieseth im Blick: Für die kommenden Herausforderungen gewappnet

Die Grundschule in Wieseth ist mit modernster Technik ausgestattet. (Foto: Fritz Zinnecker)
Die Grundschule in Wieseth ist mit modernster Technik ausgestattet. (Foto: Fritz Zinnecker)
Die Grundschule in Wieseth ist mit modernster Technik ausgestattet. (Foto: Fritz Zinnecker)

Die Gemeinde Wieseth hat derzeit rund 1350 Einwohner und umfasst knapp 22 Quadratkilometer Fläche. Der gleiche Name von Ort und Fluss geht zurück auf den Wisent, ein ausgestorbenes Wildrind.

Von „Aue der Wisente“ über „Wisentau“ und „Wisset“ wurde nach dem Dreißigjährigen Krieg die heutige Schreibweise „Wieseth“. Zum Hauptort gehören die zehn Ortsteile Ammonschönbronn, Deffersdorf, Forndorf, Häuslingen, Höfstetten, Lölldorf, Mittelschönbronn, Untermosbach, Zimmersdorf und Zirndorf sowie fünf Mühlen. Zusammen mit Dentlein am Forst und Burk bildet Wieseth die Verwaltungsgemeinschaft Dentlein. Der seit zwölf Jahren amtierende Bürgermeister Walter Kollmar tritt bei der Kommunalwahl erneut an. Er hat keinen Gegenkandidaten.

Finanziell solide aufgestellt

Für Bürgermeister Walter Kollmar ist das bestehende solide finanzielle Fundament der Gemeinde unabdingbar, um die dringlichen Aufgaben zu bewältigen. So sei die Sanierung von Kanal- und Wasserleitungen eine der größten Herausforderungen in naher Zukunft. Des Weiteren steht die kommunale Wärmeplanung auf der Agenda. Für die Grundschule und das Rathaus ist eine Hackschnitzelheizung vorgesehen, deren Realisierung der Rathauschef ebenso anpacken will wie die Straßensanierung im Ortsteil Forndorf.

Zur Infrastruktur der überwiegend ländlich geprägten Gemeinde mit Handwerks- und Industriebetrieben gehören die Grundschule, die Kindertagesstätte „Villa Kunterbunt“ mit über 100 Kindern, die örtliche Brauerei Fischer, Gaststätten, ein Getränkemarkt und das kleine Café.

Ein kostbares „Kleinod”

Mit der Eröffnung des Tante-M-Dorfladens ist es der Gemeinde gelungen, die Nahversorgung für die Bürgerschaft sicherzustellen. Die ersten drei Monate nach der Inbetriebnahme in der ehemaligen Filiale einer Bank weisen auf eine große Akzeptanz hin. Das vom Amt für Ländliche Entwicklung geförderte Projekt ist für Bürgermeister Kollmar wie ein kostbares „Kleinod“.

Die gesamte Gemeinde ist mit Glasfaserkabel versorgt. Das Siedlungsgebiet in Forndorf wurde bereits komplett bebaut, in Wieseth sind im Bratfeld West noch einige der ursprünglich 20 Bauplätze verkaufsbereit. Rund 150 Arbeitsplätze stehen in den gewerblichen Betrieben zur Verfügung.

Defizite in der Bauwerksstruktur erforderten 2024 einen Ersatzneubau der Brücke über den Pflatterbach. Dieser wurde im Vorjahr durch das Staatliche Bauamt als Straßenbaulastträger fertiggestellt, sodass die Umleitungen wieder aufgehoben werden konnten.

Was wird aus der Burker Straße?

Noch nicht endgültig gelöst ist jedoch die Planung für die Sanierung der Burker Straße, die gleichzeitig als Staatsstraße 2248 eingestuft ist. Probleme bereitet der fehlende Platz für einen durchgängigen Gehweg. Bei einem möglichen Grundstückserwerb von Privatbesitz und einer leichten Verschwenkung der Straße ließe sich im Zuge der vorgesehenen Maßnahme des Straßenbauamts vielleicht doch noch eine Lösung realisieren.

Für die vom Gesetzgeber geforderte Schulkinderbetreuung ab dem Schuljahr 2026/27 beschloss der Gemeinderat eine verlängerte Mittagsbetreuung, die an allen Öffnungstagen bis jeweils 16 Uhr angeboten wird. Die Höhe der Elternbeiträge wird noch festgesetzt.


Von Fritz Zinnecker
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