Bei der Frage, wie es nach der Schule weitergeht, stehen Jugendliche vor einer schwierigen Entscheidung: Sie haben mehr Möglichkeiten denn je, doch die schiere Masse an Berufen wirkt auch oft überfordernd. Bei der Wahl können Eltern helfen.
Welche Ausbildung der richtige Weg ist, hängt davon ab, welchen Beruf ein Jugendlicher später ausüben möchte. Doch welcher Beruf passt? Um das herauszufinden, denken Jugendliche und Eltern häufig zuerst daran, welche Berufe typisch weiblich oder männlich sind. Dadurch schließen sie manche Berufe unbewusst aus. Das ist jedoch nicht zielführend. Eltern und Jugendliche müssen sich von den alten Rollenbildern befreien.
Wichtiger als geschlechtliche Zuschreibungen ist der Blick auf individuelle Stärken und Fähigkeiten. Ist eine junge Frau geschickt mit Werkzeug und kennt sich mit Autos aus, kann sie sich vielleicht in einem technischen Beruf wie Kfz-Mechatronikerin wiederfinden. Andersherum kann es sein, dass ein einfühlsamer junger Mann eine tolle Hebamme wird.
Jugendliche, die in ihrer Berufsentscheidung unsicher sind, brauchen meist Hilfe von ihren Eltern. Empfehlenswert ist es, zunächst mit dem Kind über dessen Interessen und Stärken zu sprechen. Mit diesen Infos kann man als nächstes etwa zum Berufsinformationszentrum der Bundesagentur für Arbeit gehen und sich dort kostenlos über die verschiedenen Möglichkeiten informieren.
Um die Auswahl einzugrenzen, hilft es, Erfahrungen in Praktika oder Nebenjobs zu sammeln. Auch auf Berufsmessen und bei Schnuppertagen sowie dem Girls Day und Boys Day bekommen Jugendliche einen ersten Eindruck von möglichen Berufswegen.