Kirchweih in Dorfkemmathen: Darauf dürfen Sie sich vom 23. bis 27. Juli 2026 freuen! | FLZ.de

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Veröffentlicht am 16.07.2026 19:12

Kirchweih in Dorfkemmathen: Darauf dürfen Sie sich vom 23. bis 27. Juli 2026 freuen!

Für die ganze Familie ist ein unterhaltsames Programm geboten. Feiern auch Sie mit! (Foto: Fritz Zinnecker)
Für die ganze Familie ist ein unterhaltsames Programm geboten. Feiern auch Sie mit! (Foto: Fritz Zinnecker)
Für die ganze Familie ist ein unterhaltsames Programm geboten. Feiern auch Sie mit! (Foto: Fritz Zinnecker)

Vom Donnerstag, 23. Juli bis Montag, 27. Juli 2026, wird in Dorfkemmathen wieder Kirchweih gefeiert. Hierzu sind alle Einheimischen und Gäste herzlich eingeladen.

Im Gasthaus zum Greifen von Familie Schäfer gibt es am Donnerstag ab 17 Uhr und am Freitag bereits mittags eine fränkische Schlachtschüssel, am Samstag ist ab 17 Uhr geöffnet, während am Sonntag und Montag auch zum Mittagstisch eingeladen wird. Der Schausteller mit seinem Schießstand und der Kindereisenbahn wird ebenfalls wieder vor Ort erwartet.

Den musikalischen Ausklang bestreitet am Montagabend traditionell die Blaskapelle Illenschwang ab 18 Uhr. Der diesjährige Kirchweihgottesdienst mit Pfarrer Simeon Prechtel findet am Sonntag, 26. Juli um 9.30 Uhr ín der Marienkirche statt. Dabei erfolgt die offizielle Installation des Geistlichen auf die Pfarrstelle „Der gute Hirte“.

Dorfkemmathen, ein Gemeindeteil der politischen Kommune Langfurth, liegt an der Sulzach und zählt rund 400 Einwohner. Zwei Kreisstraßen führen durch den Ort. Die AN 41 verläuft von Haslach bis nach Wittelshofen und die AN 50 verbindet Dorfkemmathen mit Langfurth, Ammelbruch und Beyerberg. Das Kirchdorf mit ländlichem Charakter entstand im 13. Jahrhundert als eine Klostergründung der Herren von Kemmathen, die im Nachbarort Oberkemmathen ansässig waren. Das heutige Dorfkemmathen wurde als Unterkemmathen 1453 erstmals erwähnt.

Ereignisreiche Geschichte und buntes Vereinsleben

1806 kam Dorfkemmathen zum Königreich Bayern und mit der Auflösung des Landkreises Dinkelsbühl im Jahr 1972 zum Landkreis Ansbach. Im Zuge der Gebietsreform wurde Dorfkemmathen am 1. Januar 1973 nach Langfurth eingemeindet. Mehrere Vereine im Ort prägen das funktionierende Zusammenleben der Bevölkerung. Der Gesangverein „Liederkranz“ mit dem Maisingen und dem Adventskonzert, der 1963 gegründete TSV Dorfkemmathen, der seit über 100 Jahren bestehende Posaunenchor und die Freiwillige Feuerwehr, sie alle bieten ihren Mitgliedern ein gern angenommenes Gemeinschaftsgefühl. Auch das 2024 gefeierte 150-jährige Bestehen des Soldaten- und Kameradenvereins Dorfkemmathen-Haslach ist in bester Erinnerung.

Die Evangelisch-Lutherische Kirche „Zur Lieben Frau“, ehemals St. Katharina, dann Wallfahrtskirche St. Maria, entstand in den Jahren zwischen 1362 und 1432 wohl auf dem Platz einer früheren romanischen Kapelle. Urkundlich erwähnt ist die Vollendung des Chores im Jahre 1452. Der Marienaltar darin ist ein bedeutendes Exemplar mittelalterlicher Kunst und wahrscheinlich vom Bildhauer Hans Schäufelin, einem Schüler des Künstlers Albrecht Dürer am Anfang des 16. Jahrhunderts erschaffen worden. Die eingebaute Madonnenfigur ist vermutlich sogar noch 100 Jahre älter als der Altar. Die schlichte Holzkanzel aus der Renaissancezeit trägt die lateinische Inschrift „Verbum domini manet in aeternum“ („Das Wort des Herrn währet ewiglich“).

Dorfkemmathen ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und gehört dem Pfarrverbund „Zum guten Hirten“ mit Wittelshofen, Ober- und Untermichelbach sowie Dühren an. Zur Kirchengemeinde Dorfkemmathen gehören auch die Dürrwanger Ortsteile Haslach und Witzmannsmühle. Die Katholiken des Dorfes hingegen sind nach St. Peter und Paul nach Halsbach gepfarrt.

Auch Bürgermeister Simon Schäffler lädt im Namen der Gemeinde Langfurth alle Mitbürgerinnen und Mitbürger sowie die Gäste aus nah und fern zu der traditionellen Kirchweih in Dorfkemmathen ein. Sein Dank gilt der Wirtsfamilie und dem Schausteller, durch deren Einsatz und Engagement das gemeinsame Feiern ermöglicht wird. „Genießen Sie das gute Essen und Trinken sowie das gemütliche Beisammensein und lernen Sie unsere wunderschöne Heimat – vielleicht bei einem Spaziergang in die Hutung – näher kennen!“

Fritz Zinnecker

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