Eine Reise planen, unterwegs sein, Neues erleben: Für viele Menschen ist das positiv besetzt. Für andere beginnt der Stress schon vorher. Sie denken an den Flug, an enge Räume, an Höhe oder an Menschenmengen. Phobien können den Urlaub erheblich belasten – sind aber weit verbreitet und in vielen Fällen gut behandelbar.
Phobien werden oftmals in drei Hauptformen unterschieden, erklärt etwa das Universitätsklinikum Giessen und Marburg online: Agoraphobie, soziale Phobie und spezifische Phobien. Allen gemeinsam ist, dass die Angst an bestimmte Situationen oder Auslöser gebunden ist und oft zur Vermeidung führt. Wie zeigt sich das auf Reisen? Ein Überblick:
Bei dieser Form steht die Sorge im Vordergrund, sich an Orten unsicher zu fühlen oder nicht entkommen zu können. Typische Auslöser sind öffentliche Plätze, Menschenmengen oder unbekannte Umgebungen. Auf Reisen können etwa Bahnhöfe, Flughäfen, volle Innenstädte oder öffentliche Verkehrsmittel, die man im Fall panikartiger Beschwerden nicht verlassen kann, für Betroffene zur Belastung werden.
Betroffene fürchten, in sozialen Situationen im Mittelpunkt zu stehen oder negativ beurteilt zu werden. Auf Reisen betrifft das zum Beispiel Gespräche in fremder Sprache, Restaurantbesuche, Hotelkontakte oder Gruppenreisen.
Diese Form richtet sich auf bestimmte Objekte oder Situationen, etwa Tiere, Höhe oder enge Räume. Auf Reisen können zum Beispiel Flugangst (Aviophobie), Höhenangst (Akrophobie), Angst vor engen Räumen (Klaustrophobie) oder die Angst vor Tieren (Zoophobie) oder Insekten (Entomophobie) besonders einschränken.
Für Phobien gibt es verschiedene Behandlungsmöglichkeiten. Häufig kommt die kognitive Verhaltenstherapie, eine bestimmte Form der Psychotherapie, zum Einsatz. Erste Anlaufstelle, wenn Betroffene Hilfe brauchen, kann zum Beispiel die hausärztliche Praxis sein.
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