Am Donnerstagabend wurden zahlreiche Feuerwehren nach Burgbernheim gerufen. Die „Lagerhalle”, die in der Alarmierung genannt wurde, dürften viele kennen: Es handelt sich um den Wertstoffhof.
Dieser befindet sich im Aumühlenweg am nördlichen Stadtrand von Burgbernheim. Wie Kreisfeuerwehrsprecher Rainer Weiskirchen informiert, wurde um 21.11 Uhr der Alarm ausgelöst. Gerufen wurden die Feuerwehren aus Burgbernheim, Marktbergel, Bad Windsheim, Gallmersgarten, Bergtshofen und die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung (ÜG-ÖEL), insgesamt 75 Leute.
Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand die Halle in Vollbrand. Da sie frei steht, waren aber keine angrenzenden Gebäude in Gefahr. Von drei Seiten und mit sieben Strahlrohren konnte so der Löschangriff geführt werden. Erschwert wurde er allerdings vom Nebel, der verhinderte, dass der Rauch nach oben abziehen konnte. Deshalb arbeiteten alle Einsatzkräfte beim Löschangriff unter Atemschutz.
Laut Weiskirchen ist die Halle komplett ausgebrannt. Zur Brandursache lässt sich noch nichts sagen: Die Kriminalpolizei wird erst am Freitagfrüh nach Anhaltspunkten suchen.
Noch während der Anfahrt konnten die Bad Windsheimer Wehr und die UG-ÖEL wieder umdrehen. Der Rettungsdienst war zunächst mit zwei Rettungswagen, einem Notarzt und dem Einsatzleiter Rettungsdienst vor Ort. Danach sicherten noch ein Rettungswagen und die Schnelleinsatzgruppe Transport den Einsatz der Feuerwehrleute ab.
Vor Ort waren noch am Abend außerdem Vertreter der Abfallwirtschaft des Landkreises und Bürgermeister Matthias Schwarz. Letzterer kündigte an, schon am Freitag mit dem Landkreis das Gespräch zu suchen, um möglichst schnell eine Interimslösung für das Wertstoffzentrum zu finden. Am 9. August hatte es in einer Halle der Mülldeponie in Dettendorf gebrannt.