Der Bauhof-Neubau und der damit verbundene Umzug sind in Uffenheim nun endgültig auf der Zielgeraden angekommen. Der letzte große Akt wurde am Dienstag vollzogen: der Ab- und Aufbau des rund sechs Tonnen schweren Salzsilos am alten beziehungsweise neuen Standort.
Schon in der jüngsten Stadtratssitzung herrschte bei diesem Thema eine gewisse Finalstimmung. Noch-Bauamtsleiter Viktor Scheider, der die Stadtverwaltung im Sommer verlassen wird (Nachfolger wird Martin Müller aus Wettringen), hatte ein letztes Mal über den Sachstand zum Bauhof informiert – dieser Punkt wird künftig nicht mehr auf der Tagesordnung auftauchen. Scheider erzählte, dass die Fliesenarbeiten abgeschlossen sind, die Elektro-Gewerke in den „Endzügen“ liegen, die Lüftung noch fehle. „Ende Mai sind wir mit allem durch.“
Grund für ein wenig Freude sind auch die Schlussrechnungen, die schon fast alle da sind. Die letzte Prognose – mit einer Schätzung der noch ausstehenden Abrechnungen – liegt bei rund 5,85 Millionen Euro, mit Honorar und allem. „Das sind mehr als 3,5 Millionen Euro, aber 350.000 Euro weniger als 6,2 Millionen“, spielte Scheider auf eine erste Kostenschätzung an, bei der seinerzeit Gewerke vergessen worden waren, und auf die dann abgeänderte Kostenberechnung mit den Korrekturen. Bei einigen Gewerken konnte aber noch Geld eingespart werden.
Bei einer Führung hatte Bauhof-Leiter Thomas Siebert vor wenigen Wochen den Stadträten schon das neue Domizil präsentiert und vom Strahlen seiner Mitarbeiter ob der neuen, herausragenden Arbeitsbedingungen berichtet. Doch da war der Umzug noch nicht final abgeschlossen. Das ist er auch jetzt noch nicht, er kam am Dienstag seinem Ende aber ein großes Stück näher: mit dem Umzug des Salzsilos.
„Das war jetzt der letzte große Akt, das High-End“, sagt Siebert am Mittwoch auf Nachfrage unserer Redaktion erleichtert. Denn so ganz ohne war der Umzug des Tonnen-Kolosses namens Salzsilo gar nicht. „Niemand hat sich so richtig rangetraut“, erklärt der Bauhof-Chef. Grund: Es gebe nur wenige Erfahrungswerte mit Umzügen eines solchen Giganten.
Die Planung habe er selbst gemacht, so Siebert, und letztlich doch noch ein Transport-Unternehmen gefunden. Zwei Kräne tanzten am alten Bauhof an der Ulsenheimer Straße Ballett und hievten das Silo auf einen Tieflader. Der brachte seine Ladung öffentlichkeitswirksam zur neuen Heimat an der Geckenheimer Steig. „Da hab ich schon noch mal geschwitzt“, so Siebert. Am Ende ging’s gut – zum „High-End“ des Bauhofumzugs.