Ob in Scheiben geschnitten oder ausgelöffelt: Wer das süße rote Fruchtfleisch einer Wassermelone verputzt hat, wirft den Rest der harten Schale normalerweise weg. Dabei lässt sich aus dem verschmähten Rand noch etwas Aromatisches zaubern.
Denn die hellgrüne Schicht zwischen grüner Außenschale und rotem Fruchtfleisch ist essbar und zum Wegwerfen viel zu schade, finden die Küchenprofis vom Bundeszentrum für Ernährung (BZfE). Sie stellen Ideen vor, wie die scheinbar aromafreie Schicht auf Tellern oder in Schüsseln landet.
In der Küche lässt sich der hellgrüne Rand etwa in Säften und Smoothies, als Salatzutat, in Pfannengerichten, süß-sauer eingelegt als Pickles oder eingekocht als Chutney verwenden, zählen die Ernährungsexperten auf.
Vor der Verarbeitung sollte die Melone dazu gründlich gewaschen werden. Anschließend wird die äußere, dunkelgrüne Schale dünn abgeschnitten oder wie eine Gurke geschält. Verwendet wird die darunterliegende weißliche bis hellgrüne Schicht, die im Vergleich zum roten Fruchtfleisch fester ist und eher neutral schmeckt. Was man nicht erwartet: Sie ist sogar wertvoll, enthält unter anderem Ballaststoffe, Vitamin C, B-Vitamine und Kalium.
Für einen Salat wird die hellgrüne Schicht in feine Streifen geschnitten oder gewürfelt. Wenn noch etwas rotes Fruchtfleisch an der Schicht ist, umso besser. Weitere Zutaten wie Frühlingszwiebeln, Möhren, Salatgurke und Radieschen ergänzen die Melonenrandreste.
Damit daraus ein kompletter Salat wird, fehlt nur noch das passende Dressing: Das wird aus Olivenöl, Zitronensaft, etwas Chili, Salz und Pfeffer zusammengerührt und je nach individuellem Geschmack mit gerösteten Erdnüssen und frischer Minze aufgepeppt.
Auch für ein Wok-Gericht eignet sich die hellgrüne Schicht, so das BZfE. Dafür kann sie in Stifte geschnitten und kurz in etwas Sesamöl mit Möhren und Zwiebeln angebraten werden. Dann werden Sojasauce, etwas Honig, Knoblauch und Ingwer hinzugefügt und alles kurz weitergebraten. Mit frischen Kräutern wie Koriander wird das Ganze garniert und sofort serviert.
Für süß-sauer eingelegte Pickles wird die hellgrüne Schicht in kleine Würfel geschnitten. Sie landen in einem Sud aus Essig, Wasser, Salz und etwas Zucker und ziehen darin rund zwanzig Minuten bei geringer Hitze. Mit Zitronenscheiben und Gewürzen wie Senfkörner, Wachholderbeeren, Sternanis oder Nelken kann der Geschmack variiert werden. Die Pickles sind fertig, wenn die Würfel leicht durchsichtig sind. Zum Einsatz kommen sie als Beilage zu Brot, Käse, Gegrilltem oder Salat.
Alternativ schlägt das BZfE vor, die hellgrüne Melonenschicht zu einem Chutney einzukochen. So geht's:
Das Chutney passt prima zu Käse, Currys, Burgern und Sandwiches. Wer die hellgrüne Schicht der Melone mitverwendet, vermeidet so nicht nur Lebensmittelabfälle, sondern bringt auch kulinarische Abwechslung in die Küche.
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