Trinken Sie gerne Tee oder essen Sie viel Pasta? Und wie erhitzen Sie das Wasser dafür - mit dem Wasserkocher oder mit einem Topf auf dem Herd?
„Der Wasserkocher ist die effizientere Variante, wenn man Wasser erhitzen will“, sagt Gerhild Loer von der Verbraucherzentrale NRW. Damit kann man übrigens auch das Pastawasser zum Blubbern bringen. „Und dann das Wasser einfach zum Weiterkochen in den Topf umfüllen.“
Wer also eine Induktionsplatte Zuhause hat, kann sich überlegen, welche Zubereitungsart jeweils bequemer ist - etwa den Tee einfach mit dem Wasserkocher zubereiten, aber das Nudelwasser direkt im Topf erhitzen.
Wichtig ist aber nicht nur die Geräteart, sondern auch die richtige Nutzung. Im Fall des Wasserkochers heißt das: Immer nur so viel Wasser warm machen, wie man auch tatsächlich braucht, erklärt Loer.
Wer vorher weiß, dass er am Tag viel Tee trinken will, dem rät die Verbraucherschützerin: „Einmal viel Wasser erhitzen und dann den fertigen Tee in einer Thermoskanne warmhalten. Denn je häufiger man den Wasserkocher benutzt, umso mehr Strom verbraucht das Gerät.“
Soll es hingegen nur eine Tasse sein, sollte man nicht unnötig viel Strom verschwenden. „Viele Leute erhitzen 0,75 Liter für ihre 0,3 Liter Tasse und lassen dann mehr als die Hälfte des heißen Wassers im Wasserkocher - das entspricht einer Stromverschwendung von mehr als 50 Prozent.“
Im Handel gibt es Wasserkocher, bei denen man auch die gewünschte Temperatur vorab genau einstellen kann - besonders praktisch für Teetrinker. Denn: Grüner und weißer Tee entfaltet sein Aroma perfekt bei einer Wassertemperatur von 70 bis 80 Grad Celsius, so die Stiftung Warentest.
Allerdings kosten Wasserkocher mit Temperaturregelung in der Regel fast doppelt so viel wie Kocher ohne - eher 60 Euro statt 30 Euro, wie eine Untersuchung der Stiftung Warentest aus dem vergangenen Jahr zeigt.
Wer ein neues Gerät kaufen will, achtet idealerweise darauf, dass der Wasserkocher gut isoliert ist - das spart Energie, da keine Wärme nach außen verloren geht, erklärt die Stiftung Warentest. Zudem gibt es effiziente Geräte, die sich automatisch abschalten, sobald das Wasser gekocht hat.
Noch ein Tipp: Wer seinen Wasserkocher regelmäßig entkalkt, spart auch Energie. Denn Kalkablagerungen auf dem Heizelement wirken wie eine Dämmschicht.
Je nachdem, für welches Gerät man sich bei der Zubereitung von Speisen und Heißgetränken entscheidet, kann man in der Küche mehr oder weniger Strom einsparen.
Oft sind es laut Gerhild Loer zunächst nur geringe Einsparungen, die man einzeln auf der Stromrechnung kaum bemerken würde. Doch durch die tägliche Wiederholung vieler einzelner Arbeitsschritte können sich auch scheinbar kleine Einsparungen aufs Jahr betrachtet schnell summieren, so die Verbraucherschützerin.
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