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Veröffentlicht am 24.01.2024 18:21

Von Rothenburger Traditionsfirma Lechner bleibt nichts übrig

Bei Lechner ist offenbar nichts mehr zu retten, auch nicht die kleine Glasabteilung. Gestern wurden bisherige Geschäftspartner darüber informiert, dass das Unternehmen restlos abgewickelt wird. (Foto: Irmeli Pohl)
Bei Lechner ist offenbar nichts mehr zu retten, auch nicht die kleine Glasabteilung. Gestern wurden bisherige Geschäftspartner darüber informiert, dass das Unternehmen restlos abgewickelt wird. (Foto: Irmeli Pohl)
Bei Lechner ist offenbar nichts mehr zu retten, auch nicht die kleine Glasabteilung. Gestern wurden bisherige Geschäftspartner darüber informiert, dass das Unternehmen restlos abgewickelt wird. (Foto: Irmeli Pohl)

Das Traditionsunternehmen D. Lechner GmbH wird nicht nur größtenteils, sondern komplett abgewickelt. Dies besagt eine Firmenmitteilung, die am Mittwoch bei Geschäftspartnern ankam und der Redaktion vorliegt. Demnach ist inzwischen auch jener Investor abgesprungen, der zumindest die Glasabteilung übernehmen wollte.

Die Probleme bei dem Küchenarbeitsplatten-Hersteller hatten 2021 begonnen. Das wegen Zahlungsschwierigkeiten drohende Aus konnte damals abgewendet werden.

Die Berliner Livos-Gruppe übernahm das Unternehmen und führte es weiter. Eine schwierige Marktlage und Umsatzrückgänge von 35 Prozent beförderten Lechner 2023 aber erneut in die Krise. Reagiert wurde Ende Oktober mit Eröffnung eines Schutzschirmverfahrens, in dessen Rahmen versucht wurde, neue investitionsbereite Partner zu finden.

Die Bemühungen waren aber nicht sonderlich erfolgreich. Im Dezember verkündeten die Verantwortlichen, dass die Hauptsparte mit der Produktion von Platten aus Holz und Stein zeitnah aufgelöst werden müsse. Damit war klar, dass die meisten der zuletzt gut 300 Arbeitsplätze verloren gehen würden. Immerhin für die kleine Glassparte und damit für etwa 30 Jobs schien es eine Rettung geben zu können.

Doch auch diese Hoffnung ist offenbar jetzt geplatzt. Aufgrund der derzeitigen Marktlage mit der Krise in der Baubranche habe der letztverbliebene Übernahmeinteressent sein Angebot zurückgezogen, hieß es in der Firmenmitteilung. Deshalb müsse der Betrieb nun „in allen Bereichen zügig und geordnet heruntergefahren und das Unternehmen vollständig geschlossen werden“.

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Formal befindet sich die Firma seit Anfang Januar in einem regulären Insolvenzverfahren. Als Insolvenzverwalter wurde der Nürnberger Rechtsanwalt Dr. Hubert Ampferl bestellt, der für eine Stellungnahme am Mittwochabend aber nicht erreichbar war.

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